ALPNACH: Die Geretschwandsperren sind saniert

Die Geretschwand oberhalb von Schoried in Alpnach ist als Rutschgebiet gefürchtet. Deshalb muss auch der Weg für die Grosse Schliere freigehalten werden.

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Peter Jöri, Wuhrgenossenschaftspräsident, zeigt eine der fünf Geretschwandsperren. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Peter Jöri, Wuhrgenossenschaftspräsident, zeigt eine der fünf Geretschwandsperren. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Seit genau 60 Jahren gewährleisten sie auf rund 800 Metern über Meer den ungehinderten Durchfluss der Grossen Schliere, halten gleichzeitig die Wassergeschwindigkeit in Grenzen und sichern auch noch den angrenzenden Hang vor dem Abrutschen: die fünf Geretschwandsperren.

Hochwasser 2005 machte die Sperren unsicher
Im Bachbett der Grossen Schliere «tun sie ihren Dienst», ohne dass die breite Öffentlichkeit davon Kenntnis nimmt. Sie sind auch nur ein kleiner Mosaikstein der Alpnacher Wildbachverbauungen. Dann aber hat der Zahn der Zeit zu stark an ihnen genagt. Dazu ist die zerstörerische Gewalt des Hochwassers von 2005 über sie hereingebrochen. Die beschädigten Geretschwandsperren konnten die Sicherheit für Mensch und Tier, Hab und Gut nicht mehr garantieren.

«Spätestens nach der Hochwasserkatastrophe von 2005 bestand für uns Handlungsbedarf», sagte Wuhrgenossenschaftspräsident Peter Jöri. «Denn die Geretschwandsperren haben für die Sicherheit der Gemeinde Alpnach und für die Stabilisierung der Hangpartien nach wie vor eine wichtige Funktion», ergänzte Florian Wandeler vom projektierenden Ingenieurbüro ZEO AG in Alpnach.

1,4 Millionen Franken, 550 Kubikmeter Fichtenholz
Seit November 2007 ist die Bauunternehmung Anliker AG, Alpnach, in der Geretschwand am Werk gewesen. Mitte Mai konnten die Sanierungsarbeiten an den fünf Sperren abgeschlossen werden. Sie kosten rund 1,4 Millionen Franken. Daran zahlt der Bund 65 Prozent, der Kanton 20 und die Gemeinde 10 Prozent. Die Restkosten hat die Wuhrgenossenschaft beziehungsweise deren Perimeterpflichtigen zu übernehmen.

Von den verschiedenen Sanierungs- und Sicherungsarbeiten an den Sperren und in der Bachsohle stechen die Holzkastenverbauungen hervor. Rund 550 Kubikmeter Fichtenholz der Korporation Alpnach wurden bei den einzelnen Sperren zur Hangsicherung eingesetzt.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.