ALPNACH: Dönni tritt wegen schlechtem Ratsklima zurück

Gemeindepräsidentin Kathrin Dönni hat genug: Sie sieht keine Zukunft mehr an der Spitze des aktuellen Gemeinderats, dem sie seit 2008 angehört.

Markus von Rotz
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Alpnachs Gemeindepräsidentin Kathrin Dönni vor dem Asylzentrum in Alpnach im Januar 2013. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Alpnachs Gemeindepräsidentin Kathrin Dönni vor dem Asylzentrum in Alpnach im Januar 2013. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Ab August steht die Gemeinde ohne Präsidentin da: Kathrin Dönni tritt auf diesen Zeitpunkt hin von ihrem Amt zurück, wie sie am Freitag mitteilte. Nach Remo Küchler – die Ersatzwahl für ihn findet am 9. März statt – wirft nun auch das zweite CVP-Mitglied im fünfköpfigen Rat den Bettel hin. Sie ist seit 2008 im Rat und seit 2012 Gemeindepräsidentin.

Dönnis Begründung liest sich ähnlich wie jene von Küchler: Seit der Ersatzwahl von 2012 sei die Zusammenarbeit im Rat viel schwieriger geworden. Die Uneinigkeit innerhalb der Behörde sei auch dem Volk nicht verborgen geblieben. Diese Uneinigkeit sei mitschuldig, dass es nicht gelungen sei, die Bevölkerung und die Parteien von der Notwendigkeit einer Steuererhöhung zu überzeugen. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Gemeinde in eine andere Richtung entwickle, als es ihrer Überzeugung entspreche.

«Die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit hat sich nach meinem Empfinden leider nicht mit allen Gemeinderatsmitgliedern ergeben.» Wann die Ersatzwahl für Dönni stattfinden wird, entscheidet der Gemeinderat nächster Woche.