ALPNACH DORF: Schon wieder ein Horror-Crash auf der A8

Innerhalb weniger Stunden ist es am Freitagabend auf der A8 erneut zu einem schweren Unfall gekommen: Eine Frau starb nach einer Frontalkollision bei Alpnach, eine weitere Person wurde schwer verletzt.

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Die Unfallstelle auf der A8 bei Alpnach. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

Die Unfallstelle auf der A8 bei Alpnach. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)

Nur wenige Kilometer vom Unfallort vom Freitagmittag entfernt, hat es am Freitagabend einen weiteren schweren Unfall gegeben. Laut Angaben der Kantonspolizei Obwalden ereignete sich der zweite Unfall gegen 19.30 Uhr auf Höhe des Industriegebiets, nahe bei der Ausfahrt Alpnach Süd. Ein Frau aus der Region, die von Luzern in Richtung Brünig fuhr, war aus bisher unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn geraten und heftig mit einem entgegenkommenden Auto zusammengeprallt. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät: Die Rettungskräfte konnten sie nur noch tot aus den Trümmern bergen.

Der entgegenkommende Lenker stammt aus dem Kanton Tessin und wurde von der Rega mit schweren Verletzungen ins Kantonsspital Luzern geflogen. Beim schwerverletzten Lenker handelt es sich um einen Angehörigen der Schweizer Armee, der sich auf dem Heimweg befand.

Wie die Kantonspolizei Obwalden weiter schreibt, erwiesen sich die Bergungsarbeiten aus den Fahrzeugwracks als sehr aufwändig. Deshalb blieb die Autostrasse A8 bis nach Mitternacht gesperrt. Die Autostrasse, auf der ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde gilt, ist an der Unfallstelle nicht richtungsgetrennt.

Im Einsatz standen Polizei, Ambulanz sowie die Stützpunktfeuerwehr Sarnen. Polizei und Staatsanwaltschaft Obwalden führen eine Untersuchung.

Beim Unfall am Freitagabend verlor eine Frau aus der Region ihr Leben. (Bild: Izedin Arnautovic)
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Der korrekt entgegenkommende Autofahrer wurde schwer verletzt. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)
Am Freitagmittag wurden vier Personen bei einer Frontalkollision verletzt. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)
Die Unfallstelle in Alpnachstad. (Bild: Kantonspolizei Obwalden)
Bild: Kantonspolizei Obwalden
Bild: Robert Hess / Neue OZ
Bild: Robert Hess / Neue OZ
Bild: Robert Hess / Neue OZ
Bild: Robert Hess / Neue OZ
Bild: Robert Hess / Neue OZ

Beim Unfall am Freitagabend verlor eine Frau aus der Region ihr Leben. (Bild: Izedin Arnautovic)

Immer wieder Unfälle

Auf der im Gegenverkehr betriebenen Autostrasse A8 zwischen Sarnen und Alpnachstad kam es immer wieder zu Unfällen mit Toten und Verletzten. Zwischen Mai 2007 und November 2011 ereigneten sich gemäss Bundesamt für Strassen (ASTRA) auf dem Abschnitt 23 Unfälle mit drei Todesopfern. Rund die Hälfte der Unfälle waren Kollisionen oder Beinahekollisionen im Gegenverkehr.

Um Frontalkollisionen zu vermeiden, wurde in diesem Jahr zwischen Sarnen Nord und Alpnachstad die Signalisation verbessert. Bei den Einfahrten wurden Richtungspfeiler am Boden angebracht. Die doppelten Sicherheitslinien wurden mit einer Rüttelmarkierung versehen.

Ab 2015 sind zudem ein durchgehendes Überholverbot sowie Plastikbaken am Mittelstreifen vorgesehen, wie das ASTRA im März bekannt gab. Gemäss dem ASTRA wird es erst in 5 bis 7 Jahren einen Ausbau der A8 zu einer richtungsgetrennten, je einstreifigen Autobahn mit Pannenstreifen und Mittelleitplanken geben. Bei der Höchstgeschwindigkeit soll weiterhin Tempo 100 gelten.

rem/sda