Alpnach feiert 200 Jahre Pfarrkirche

Aufgrund des Jubiläums sollen nächstes Jahr zahlreiche Anlässe stattfinden.

Markus Villiger
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Die Kirche in Alpnach.

Die Kirche in Alpnach.

Bild: Obwaldner Zeitung (23. März 2018)

Seit bald 200 Jahren steht die Pfarrkirche in Alpnach. Das Jubiläum soll im kommenden Jahr gefeiert werden. Im Oktober 2021 sind sechs Aufführungen des Jubiläumsspiels von Oskar Langensand «Dr Turm, dä lyychted wyyt is Land» geplant. Das Produktionsteam mit Pius Ziegler, Oskar Langensand, Hansruedi Koch, André Mathis, Roland Preiss sowie Beat Vogel ist für das Jubiläumsspiel verantwortlich. Das Volksstück beleuchtet den bildgeschichtlichen Hintergrund rund um den Bau der Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Alpnach (1812 bis 1821).

Am 1. November 1821 wurde die Pfarrkirche St. Maria Magdalena festlich eingeweiht. Bezogen wurde sie jedoch bereits am 1. Januar 1820. Wie Felix Koch, Pfarreikoordinator und Verantwortlicher für die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2021, anlässlich der Kirchgemeindeversammlung vom Montagabend sagte, sollen die Festlichkeiten eine nachhaltige Wirkung zeigen. Ein Organisationskomitee mit Heidi Hollenstein, Michael Lüthold, Walter Wyrsch, Franz Waldispühl und Felix Koch ist seit Monaten an der Arbeit, die Festlichkeiten aufzugleisen.

Start im kommenden März

Der Start der Jubiläumsfeierlichkeiten erfolgt am 13. März mit der «Chilä»-Landsgemeinde. 100 Personen diskutieren über aktuelle Themen, die in Vorgesprächen in Gruppen und Vereinen bestimmt wurden und verabschieden im Stil der Landsgemeinde eine Proklamation für die Zukunft der Pfarrei Alpnach. Vorgesehen sind auch eine Pfarreireise vom 14. bis 18. April nach Krakau sowie eine Jugendreise nach Rom vom 3. bis 8. Juni. Den Abschluss der Festlichkeiten bildet ein Festgottesdienst am 1. November.

Im Beisein von rund 35 Pfarreiangehören gratulierte Kirchgemeindepräsident Daniel Albert Pfarrer Thomas Meli zum Zehn-Jahr-Jubiläum. «Wir danken dir für deinen grossen Einsatz in der Pfarrei Alpnach.» Mit Applaus wurde die Tätigkeit von Pfarrer Meli spontan verdankt. Der Arbeitsvertrag mit Thomas Meli mit einem 50-Prozent-Pensum seit August 2020 endet im März 2022. Der Kirchgemeinderat arbeitet an einer Nachfolgelösung ab April 2022, wie von Daniel Albert zu vernehmen war.

Budget schliesst mit mehr Aufwand

Auf Januar 2021 erfolgt eine Anpassung des liturgischen Angebotes. Der Gottesdienst um 17.30 Uhr findet nicht mehr jeden Samstag statt. Die Einführung dieser Änderung wird jedoch aufgrund von Covid-19 vorerst aufgeschoben. Im Zusammenhang mit der Kündigung des Vertrags mit der Swisscom betreffend der 5G-Antenne im Alpnacher Kirchturm herrscht, wie der Kirchgemeindepräsident sagte, «seit Sommer 2019 Funkstille».

Finanzchef Franz Waldispühl präsentierte das Budget 2021. Es schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 9850 Franken ab. Dem Aufwand von rund 1,67 Millionen Franken steht ein Ertrag von etwa 1,66 Millionen Franken gegenüber. Einstimmig wurde das Budget 2021 genehmigt. Für die Kirchgemeindeversammlung, die in der Pfarrkirche stattfand, hat der Kirchgemeinderat ein umfassendes Schutzkonzept erarbeitet.