ALPNACH: Fische steigen die Treppe hoch

Über 50 Jahre war die Hauptverkehrsader für Fischwanderungen zwischen Alpnach und Giswil unterbrochen. Eine Fischtreppe mit 34 Stufen schafft nun Abhilfe.

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Die neue Wehranlage beim Wichelsee in Alpnach: die Spaziergänger blicken in die neue Fischtreppe. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Die neue Wehranlage beim Wichelsee in Alpnach: die Spaziergänger blicken in die neue Fischtreppe. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Die Fischtreppe beim Kraftwerk Sarneraa am Wichelsee ist seit der Fertigstellung vor Weihnachten ein wahrer Publikumsmagnet. Ist der kantonale Fischereiaufseher Erwin Wallimann anwesend, wird er mit Fragen bestürmt. Werden die Fische über die Treppe in den Wichelsee hochsteigen, und wo ziehen sie dann hin? Finden sie überhaupt den Einstieg, und warum hat man die Treppe nicht schon viel früher erstellt? Was für eine Funktion hat der Neben- oder Umgehungsbach?

Mit Restwassermenge möglich
Waren 1955/56 Restwassermengen beim Bau des Kraftwerks  noch kein Thema, so sind sie heute im Gewässerschutzgesetz geregelt. Bei der Konzessionserneuerung für das Kraftwerk 2004 ist eine Restwassermenge von 950 Liter pro Sekunde festgelegt worden. Und genau diese Restwassermenge gab grünes Licht für die Fischtreppe, die seit Weihnachten in Betrieb ist.

7 Meter Höhendifferenz
Was erwartet die Fische nun an der neuen Treppe? Eine ausgeklügelte Lockströmung bei jeder der 34 Treppenstufen erleichtert den Ein- und Aufstieg. Für das Auge unsichtbar, sind am Boden jeder Stufe spitze Steine einbetoniert, die eine ruhigere Strömung erzeugen. Bevor die Fische den Aufstieg fortsetzen, können sie sich ausruhen. Die Höhendifferenz zwischen dem Treppeneinstieg und dem Ausstieg im Wichelsee beträgt immerhin rund 7 Meter.

Bea Zai

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie am Dienstag in der Neuen Obwaldner und der Neuen Nidwaldner Zeitung