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ALPNACH: Folgt nun 2034 das Eidgenössische?

Die «Regenbegleitung» konnte ein glanzvolles 111. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest kaum trüben. Warten auf den Festort Alpnach bald höhere Aufgaben?
Robert Hess
Die Innerschweiz wird schwungvoll zelebriert. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 2. Juli 2017))

Die Innerschweiz wird schwungvoll zelebriert. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 2. Juli 2017))

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

«Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass auf diesem Festgelände ein Eidgenössisches durchgeführt werden könnte», meinte gestern Harry Knüsel, Schwingerkönig 1986 in Sitten. Die Innerschweiz sei nach 2019 in Zug im Jahre 2034 wieder an der Reihe für einen solchen Gross­anlass, fuhr Knüsel fort. Für den 56-jährigen bisher einzigen Schwingerkönig des Innerschweizer Verbandes wäre die zur Verfügung stehende Fläche in Alpnach gross genug und die Infrastrukturen auf dem Militärflugplatz ideal. Einzig die Verkehrs- und Zubringersituation müsste wohl verbessert werden.

Ex-Schwingerkönig und die Obwaldner «Königin»

«Ist bis 2034 der A8-Vollanschluss Alpnach in Betrieb?», geht die Anschlussfrage an die Politik, konkret an Helen Keiser-Fürrer, die neu gewählte Kantonsratspräsidentin. «Einfach so ist die Frage schwierig zu beantworten, aber eigentlich sollte es klappen», meinte sie. Gestern hat sie insgesamt das dritte Schwingfest besucht. «Ich geniesse das typisch Schweizerische: Man geht in den Ring, gibt sich kurz die Hand und packt zu. Kein Herumstehen, sofort an die Arbeit.»

An solche und ähnliche Werte, verbunden mit unseren Pflichten als Christen, hatte auch Pfarrer Thomas Meli in seinen besinnlichen Worten bei der traditionellen Sonntagsstille nach dem zweiten Gang angeknüpft. Er wünschte sich «nur schöne Wettkämpfe mit Anstand und Respekt und dass sich die Verlierer über den Sieg des Gegners auch freuen».

Beste Werbung für den Kanton Obwalden

Politik und Armee waren gestern auf dem Festgelände gut vertreten. So meinte der Obwaldner Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker: «Wir dürfen heute ein wunderschönes Fest auf einem idealen Gelände erleben.» Er freute sich über den grossen Zuschaueraufmarsch: «Das ist beste Werbung für Obwalden.» Positiv sei auch, dass die Armee ihre Anlagen zur Verfügung stelle.

Klar ist für Landstatthalter Bleiker, dass ohne Sponsoren kein solcher Grossanlass mehr durchgeführt werden könnte. Neben vielen andern Sponsorenvertretern war gestern auch Christiane Leister, Verwaltungsratspräsidentin der Leister AG, unter den Ehrengästen. Sie schätzt und unterstützt seit Jahren den Schwingsport und die damit verbundene Tradition. Auch gestern stand ihr Firmenname über einem der fünf Lebendpreise.

Armee will der Bevölkerung auch etwas zurückgeben

Gleich mit einem Trio waren die «Hausherren» des Flugplatzes vertreten. Allen voran Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant der Luftwaffe, und sein designierter Nachfolger, der Alpnacher Divisionär Bernhard Müller. Für das Organisatorische vor Ort war aber Oberst Albert Ulrich, Kommandant des Flugplatzes Alpnach, verantwortlich. «Für uns war es eine Ehre, den Kanton und die Gemeinde zu unterstützen», sagte er. «Vor allem konnten wir unseren Beitrag mit einer sehr guten Infrastruktur im neuen Truppenlager Chilcherli und den Hartbelagpisten fürs Parkieren leisten. Wir wissen, dass ein Flugplatz Immissionen schafft, und so können wir der Bevölkerung auch etwas zurückgeben», sagte Ulrich.

Es entspricht dem Wunsch des Schwingerverbandes, dass sich Organisationskomitees mit künftigen Festorten treffen, um Erfahrungen auszutauschen. So waren am Freitag gut 30 Personen des OK Ruswil mit Präsident Roland Küng an der Spitze in Alpnach. «Selbstverständlich steht unsere Grobplanung für 2018, doch für Feinheiten liessen wir uns hier gerne informieren.»

«Auch wir hatten vom letzten Festort Einsiedeln viele wertvolle Informationen holen können», ergänzte der Alpnacher OK-Präsident Andreas Albert. In einer kurzen Bilanz freute sich Albert über den Festablauf. In Sachen Wetter hätte es «besser, aber auch viel schlechter kommen können», meinte er.

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