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Alpnach geht drei Tage «uf d Pirsch»

An der kantonalen Trophäenschau vom Wochenende steht Alpnach ganz im Zeichen der Jagd. Aber nicht nur Jäger sind angesprochen.
Matthias Piazza
Besonders Steinböcke sind im Jagdgebiet rund um den Pilatus oberhalb von Alpnach oft anzutreffen. (Bild: PD/Paul Amstutz)

Besonders Steinböcke sind im Jagdgebiet rund um den Pilatus oberhalb von Alpnach oft anzutreffen. (Bild: PD/Paul Amstutz)

Alpnach steht ab Freitag während dreier Tage ganz im Zeichen der Jagd. Im Dorfzentrum, verteilt von der Kirche bis zum Schulhaus, stellen die Alpnacher Jäger die Trophäen der letzten zwei Jagdjahre und auch Tierpräparate aus. Es sind 580 geschossene Wildtiere, welches die Obwaldner Jäger im vergangenen Jahr im alten Kantonsteil vom Pilatus bis zum Brünigpass und in Engelberg erlegt haben. Die alle zwei Jahre stattfindende kantonale Trophäenschau macht jedes Jahr in einer anderen Obwaldner Gemeinde Halt. Es war also schon 14 Jahre her, seit den Alpnacher Jägern zum letzten Mal die Ehre zuteil kam, für die Hegegemeinschaft eine solche Trophäenschau zu organisieren.

Diese seltene Gelegenheit wollen die Alpnacher Jäger optimal nutzen, wie OK-Präsident Paul Amstutz erklärt. «Nicht nur unsere Szene, sondern auch die Öffentlichkeit ist angesprochen. So wollen wir die Veranstaltung auch nutzen, um Einblick in unsere Tätigkeit zu geben, bei der es ja nicht nur ums Jagen geht, wie viele Aussenstehende vielleicht annehmen könnten, sondern auch ums Hegen, also um Pflegen und Schützen von Tieren und Pflanzen.»

So erfahren die Besucher auf dem Pirschgang durch das Dorf viel Wissenswertes über die Jagd und die Tier- und Pflanzenwelt, etwa, wie viel Holz pro Jahr in Alpnach wächst. Wer gut aufpasst, kann mit am Wettbewerb mit etwas Glück ein Mountainbike gewinnen. Stolz ist Paul Amstutz auch, dass Jungwacht/Blauring und neun Klassen der Schule Alpnach mit rund 150 Schülern die Ausstellung ebenfalls bereichern. Die kantonale Trophäenschau soll auch als Plattform dienen, um die Bevölkerung für die Anliegen der Jäger zu sensibilisieren.

Wie gut vertragen sich Wild und Freizeitsportler?

Die Podiumsdiskussion am Samstag widmet sich dem Thema Störungen der Wildtiere durch Freizeitaktivitäten. «Warum ist es für eine Gämse verheerend, wenn sie im Schnee flüchten muss, weil sie sich durch überfliegende Gleitschirmflieger gestört fühlt? Solche und ähnliche Fragen erörtert die sehr kompetente Biologin Nicole Imesch», macht Paul Amstutz ein Beispiel.

Am Samstagnachmittag kommen die Jäger auf den Hund. Sie erläutern, wie sie mit Jagdhunden arbeiten und mit ihnen üben. Die meistgeführten Jagdhunderassen in Obwalden werden zu bestaunen sein.

21. Obwaldner Trophäenschau vom Freitag, 3. bis Sonntag, 5. Mai. Samstag: Podiumsdiskussion 10 Uhr, Pfarrkirche, Jagdhunde 14–15 Uhr, Jägerbörse 10–16 Uhr. Sonntag, 9.30 Uhr: Hubertusmesse, Pfarrkirche. Infos online

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