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ALPNACH: «Helpis» in Alpnach bringen Glück

Seit zehn Jahren gibt es die jungen Samariter im Dorf nun schon. Nachwuchssorgen hat der Verein jedenfalls nicht. Und mancher «Helpi» konnte schon bei einfachen Notfällen zeigen, was er gelernt hat.
Marion Wannemacher
Demonstration der Feuerwehr und des Sanitätsdienstes 144 auf dem Flugplatz Alpnach für die Teilnehmer des Help-Pfingstlagers im Jahr 2008. (Archivbild: Markus von Rotz)

Demonstration der Feuerwehr und des Sanitätsdienstes 144 auf dem Flugplatz Alpnach für die Teilnehmer des Help-Pfingstlagers im Jahr 2008. (Archivbild: Markus von Rotz)

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@obwaldnerzeitung.ch

«Mit ys hesch Glick gha» steht auf dem grasgrünen T-Shirt mit dem Marienkäfer. Das beliebte Krabbeltier ist das Sujet für die Help-Gruppe, die Samariter-Jugend in Alpnach. Und tatsächlich, bei kleinen Notfällen konnten die «Helpis» auch schon helfen. «Bei einem Sturz mit Schürfwunden waren sie in der Lage, Kollegen zu helfen, und ein Meitli aus unserer Gruppe konnte der Lehrerin sagen, wie man einen Verband macht», erzählt Hedi Wallimann vom Samariterverein Alpnach und kantonale Beauftragte für Jugendarbeit beim Samariterverband Unterwalden.

«Die Kinder lernen bei uns gleich in der ersten Stunde, wie man in einem Notfall richtig ­reagiert, alarmiert und bei Bewusstlosigkeit lagert. Im Gegensatz zu vielen Erwachsenen kennen sie die Notfallnummer häufig schon», sagt sie schmunzelnd. Ganz wichtig ist Hedi Wallimann, dass die Kinder wissen, wie man sich bei einem Unfall im Dorf richtig verhält: «Der Verkehr ist gefährlich. Sie wissen, dass man nach Hilfe rufen muss, nicht einfach losrennen, sondern den Selbstschutz beachten, zum Beispiel den Verkehr stoppen, ein Pannendreieck aufstellen und eine Rettungsweste anziehen muss.»

Zum Jubiläumslager ging’s in den Jura

Die Motive, bei der Help-Gruppe mitzumachen, seien vielfach: lernen, wie man anderen helfen kann, sich einsetzen für andere, aber auch Spass haben. Der Plausch kommt neben den monatlichen Treffen zu Weiterbildungsthemen wie Knochenbrüchen oder sich per Funk zu verständigen, neben Treffen mit den anderen Help-Gruppen aus Lungern, Giswil, Kerns und Stans nicht zu kurz. So war die ganze Gruppe Ende April zum viertägigen Jubiläumslager in Ediswiler im Jura.

Auf Initiative von Hedi Wallimann wurde die Jugendgruppe vor zehn Jahren gegründet. Damals war sie selbst in der Ausbildung zur Samariterlehrerin. Im Samariterverein unterstützte man das Projekt, dort setzt man sich bis heute für den Nachwuchs ein. Am Samstag, 27. Mai, feiert nun die Gruppe ihr 10-Jahr-Jubiläum öffentlich.

Nachwuchssorgen haben die jungen Samariter jedenfalls nicht. Aktuell gibt es 45 Mitglieder ab acht Jahren samt Leitern, die Zahlen sind seit Jahren konstant. Viele der über 16-Jährigen landen im Samariterverein, bei den «Grossen». Die Gruppe hat nur wenig mehr Meitli als Buben und ist altersdurchmischt. Und bei verschiedenen Anlässen wie beim Kinder-Open-Air in Meiringen, beim Buäbäschwinget oder bei Sportfesten konnten ältere Helpis unter Anleitung von Samaritern auch bereits Sanitätsdienste übernehmen. «Es ist interessant, dass die jetzigen Leiter von Anfang an dabei waren», sagt Hedi Wallimann.

Einer, der am Jubiläums­anlass feierlich zum Jugendleiter ernannt wird, ist Lukas Ryser. Der 15-Jährige ist seit 2008 in der Help-Gruppe, damals war er in der zweiten Klasse. «Ich finde es gut, dass man Leuten helfen kann. Man lernt die Lagerung, wenn jemand bewusstlos ist, und Herzmassage.» Verantwortung als Leiter übernimmt er, «weil ich den Verein cool finde und weiterlernen und das Wissen weitergeben will», sagt er. Auch andere engagieren sich weiter: Severin Wallimann und Kai Imfeld werden an der Jubiläumsfeier zu Teamleitern ernannt.

Vorfreude auf den Jubiläumsanlass ist gross

Auf ihr Fest freuen sich die «Helpis» schon sehr. Neben Festwirtschaft, Apéro, Tombola und Abendessen wird es kurze Theaterstücke zum Thema Ampelschema geben, also zu den richtigen Abläufen bei der Ersten Hilfe, aber auch dazu, wie man bei Verstauchungen korrekt handelt. Eine Gruppe wird einen Einsatz für einen Herznotfall mit Herzmassage und Einsatz des Defibrillators simulieren. Ausserdem gibt es, wie bei einem Geburtstag so üblich, einen Kuchen mit Kerzen. «Die Jubiläumsfeier wird sicher cool», glaubt Lukas Ryser.

Hinweis 10-Jahr-Jubiläum Help-Gruppe am Samstag, 27. Mai, Pfarreizentrum Alpnach, ab 16 Uhr.

Help-Gruppen gibt es in Ob- und Nidwalden auch noch in Giswil, Kerns, Lungern und Stans. Infos unterwww.samariter.ch

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