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ALPNACH: Holzbaufirma plant neue Werkhalle und Bürogebäude

Zum 40-Jahr-Jubiläum der Walter Küng AG übergibt das Besitzerpaar die Firma an den Sohn. Dieser hat einiges vor.
Christian Hug
Die 70-köpfige Belegschaft – samt «Küng-Nachwuchs» – vor der Werkhalle in Alpnach. (Bild: PD)

Die 70-köpfige Belegschaft – samt «Küng-Nachwuchs» – vor der Werkhalle in Alpnach. (Bild: PD)

«Es waren vier spannende Jahrzehnte», schreiben Walter und Pia Küng in einem Informationsbrief an die Kunden der Holzbaufirma Walter Küng AG in Alpnach. Doch nun sei die Zeit reif, «unser Lebenswerk innerhalb der Familie weiterzugeben». Sohn Stephan übernimmt die Firma. Er ist schon seit 2005 im Unternehmen aktiv und hat immer wieder Akzente gesetzt, beispielsweise mit dem Neubau der Werkhalle 2013. Mit der Übernahme ändert sich der Firmenname von Walter Küng AG in Küng Holzbau AG. Entsprechend wurde in den vergangenen Wochen mit viel Aufwand auch das Erscheinungsbild angepasst: neue Firmenbroschüre, neuer Internetauftritt.

«Wir arbeiten vor allem regional», erklärt Stephan Küng den Wandel. «Wir verwenden Holz aus der Gegend, auch Mondholz, lassen es von regionalen Unternehmern transportieren und zuschneiden und verarbeiten das Holz vor allem für Kunden in der Region.» Zudem will sich Stephan Küng in Zukunft noch mehr auf das von ihm mitentwickelte Holzpur-System konzentrieren. Stark vereinfacht gesagt, baut er mit diesem System bis zu vierstöckige Häuser ohne einen einzigen Eisennagel.

Das alte Bürogebäude platzt aus allen Nähten

An der grossen Geburtstagsfeier für das Personal erfolgte schliesslich die zeremonielle Geschäftsübergabe. Und der neue Inhaber konnte in seiner Dankesrede den 70 Mitarbeitenden gleich seine Ausbaupläne für die Zukunft verkünden: Neben der architektonisch anspruchsvollen Werkhalle aus dem Jahr 2013 soll ein zweites, ebenso grosses Arbeitsgebäude entstehen mit einem perfekt abgestimmten Maschinenpark für die Verarbeitung von Massivholz. Damit soll noch mehr Wertschöpfung im Arbeitsprozess in Obwalden generiert werden. Gleich neben der neuen Werkhalle soll zudem ein neues Bürohaus entstehen, da das bisherige längst aus allen Nähten platzt. «Die Zusicherung der Korporation Alpnach, der das Land gehört, ist erfolgt – wir können mit der Planung beginnen», erklärt Stephan Küng. Im Herbst soll die Baueingabe für das Bürohaus eingereicht werden, im Frühling soll diejenige für die neue Werkhalle nachfolgen. Das Gelände, auf dem sich das bisherige Bürogebäude und die alte Werkstatt befinden, wird der angrenzenden Hans Rohrer AG überlassen, die somit ihrerseits ihre Landmaschinengarage ausbauen kann.

Es tut sich also was im Industriegebiet Chilcherli in Alpnach. Dass Stephan Küng mit der neuen Werkhalle und dem neuen Bürogebäude die «Arbeitsfläche» der Firma auf einen Schlag fast verdoppelt, zeigt, dass er mit seiner Philosophie der regionalen Wertschöpfung und seinem Holzpur-System den Bedürfnissen seiner Kunden gerecht werden kann.

Christian Hug

redaktion@obwaldnerzeitung

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