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ALPNACH: Im Loppertunnel tropft’s

Der 128 Jahre alte Loppertunnel zwischen Hergiswil und Alpnachstad hat undichte Stellen. Die Sanierung hat Auswirkungen auf den gesamten Bahnverkehr der Zentralbahn.
Matthias Piazza
Ein Zug der Zentralbahn fährt aus dem Loppertunnel 1 zwischen Hergiswil und Alpnachstad. (Bild: Matthias Piazza (Hergiswil, 21. August 2015))

Ein Zug der Zentralbahn fährt aus dem Loppertunnel 1 zwischen Hergiswil und Alpnachstad. (Bild: Matthias Piazza (Hergiswil, 21. August 2015))

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Rund 60 Züge fahren täglich durch den einspurigen und 1186 Meter langen Loppertunnel zwischen Hergiswil und Alpnachstad. Doch der Zahn der Zeit nagt am 128 Jahre alten Tunnel. «Diverse Stellen im Tunnelgewölbe sind undicht. Es dringt Wasser in den Tunnel ein», beschreibt Gunthard Orglmeister, Leiter ­Infrastruktur der Zentralbahn, den Zustand dieses Eisenbahn-Nadelöhrs.

Mit Spritzbeton sollen die undichten Stellen geflickt werden. «Gefährlich ist die Situation nicht. Doch je länger wir die Sanierung aufschieben, desto aufwendiger und teurer wird sie, das ist wie bei einem Haus. Je mehr Feuchtigkeit, desto grösser die Schäden», zieht er einen Vergleich. Mit dieser ersten grösseren Teilsanierung seit langem sollte der stark befahrene Eisenbahntunnel für die nächsten 25 Jahre wieder für den Bahnbetrieb fit sein.

Vor zwei Jahren wurden die 40 Jahre alten Gleise, Schwellen und Schotter ersetzt – nachts, damit die Züge tagsüber rollen konnten. Diesmal sind die Auswirkungen für die Bahnpassagiere spürbarer. Während der Arbeiten am Tunnelgewölbe ruht der Zugverkehr – auch tagsüber. «Wir müssen bei den Arbeiten am Tunnelgewölbe auch die Fahr­leitung demontieren. Es wäre viel zu teuer, die Arbeiten tagsüber immer wieder für den Zugverkehr zu unterbrechen», erklärt Orglmeister. Mit dem Regime der Bahnersatzbusse kostet die Tunnelsanierung 8 Millionen Franken.

Auch weitere Arbeiten geplant

Die Streckensperrung wird genutzt für weitere Arbeiten, welche die Einstellung des Zug­betriebes bedingen. Wenn vom 3. bis 29. April 2018 die Strecke zwischen Hergiswil und Giswil zum ersten Mal gesperrt sein und mit Bahnersatzbussen überbrückt wird, laufen nicht nur im Loppertunnel die Bauarbeiten an. Im Fokus steht dann vor allem der Bahnhof Alpnachstad. Dort werden Gleise erneuert, die Perrons verlängert und – das dürfte vor allem Rollstuhlfahrer und Leute mit Kinderwagen freuen – die Zugänge zu den Personenunterführungen unter den Gleisen mit Rampen versehen. Diese werden den störungsanfälligen Treppenlift ersetzen. Zudem werden im Bereich Wichelsee sowie nördlich von Sachseln das Bahntrassee erneuert und ein mehrschichtiger Unterbau eingebaut.

Weitere Sperrungen bis Ende 2019

Eine weitere Streckensperrung ist ein Jahr später geplant. Während dreier Wochen, zwischen dem 25. März und dem 14. April, werden zwischen Luzern und Hergiswil keine Züge fahren. Nebst Sanierungsarbeiten im Loppertunnel wird ab Hergiswil Schlüssel, also dem Südportal des Haltiwald­tunnels, die Doppelspur bis Hergiswil Matt verlängert, für rund 35 Millionen Franken. Der Bahnhof Horw wird mit einem weiteren Gleis für rund 18 Millionen für die geplante Shuttle-S-Bahn zwischen Luzern und Horw ausgerüstet. Beim Bahnhof Kriens-Mattenhof gibt’s eine neue Personenunterführung.

Mit dem letzten längeren Streckenunterbruch zwischen Hergiswil und Alpnachstad vom 4. bis 15. November 2019 wird die Sanierung im Loppertunnel abgeschlossen.

In einem laut Orglmeister ausreichend guten Zustand ist der jüngere «Bruder», der Loppertunnel 2 zwischen Stansstad und Hergiswil, der 1964 in Betrieb genommen wurde. Die Fahrleitungen wurden vor einem Jahr erneuert.

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