Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ALPNACH: In ARA wird Schweizer Premiere verbaut

Für rund 37 Millionen Franken wird die ARA Sarneraatal auf den neusten technischen Stand gebracht. Die Bauarbeiten haben gestern begonnen.
Robert Hess
Präsident Cornel Waldvogel (rechts) startet den Bau mit Kantons- und Gemeindevertretern. (Bild Robert Hess)

Präsident Cornel Waldvogel (rechts) startet den Bau mit Kantons- und Gemeindevertretern. (Bild Robert Hess)

«Rund 42 Jahre nach dem Spatenstich für die ersten Bauten der ARA Sarneraatal feiern wir heute den Baubeginn für einen umfassenden Ausbau der Anlagen», erklärte gestern Cornel Waldvogel, Präsident des Entsorgungszweckverbandes (EZV) Obwalden, im neuen aufgestockten Betriebsgebäude. Während der Betrieb der Abwasserreinigungsanlage stets aufrechterhalten werden muss, werden bis 2019 auf einer angrenzenden Parzelle westlich der bestehenden Bauten drei neue Becken mit den entsprechenden technischen Anlagen erstellt. Dort ist auch ein Reserveplatz für eine spätere Realisierung der Anlage zur Eliminierung von Spurenstoffen vorhanden. «Diese könnte ab dem Jahr 2021 realisiert werden, ist aber nicht Bestandteil des laufenden Projektes», erklärte Waldvogel vor Vertretern der Behörden und Verwaltung, der gesamten Belegschaft sowie den projektierenden Fachleuten und Vertretern des Militärflugplatzes und weiterer Nachbarn.

Mit dem gestrigen Baubeginn wird der biologische Reinigungsprozess der ARA Sarneraatal auf den neuesten technischen Stand gebracht. Es wird mit Investitionen von rund 37 Millionen Franken gerechnet. Den Baukredit von maximal 40 Millionen Franken hatten die Delegierten des Entsorgungszweckverbandes Obwalden bereits Ende 2012 bewilligt. Mitte 2015 erteilte der Einwohnergemeinderat Alpnach die Baubewilligung unter gewissen Auflagen.

Premiere mit weniger Chemie

Doch die Baukommission entschied sich damals, nicht sofort mit der Realisierung zu beginnen, sondern zuerst eine «sehr sorgfältige Prüfung eines in der Schweiz völlig neuen Verfahrens im biologischen Reinigungsprozess vorzunehmen», erklärte EZV-Geschäftsführer Sepp Amgarten damals gegenüber unserer Zeitung. Es handelt sich um das so genannte und in Holland entwickelte Nereda-Verfahren, welches 2014/15 im Pilotbetrieb in der ARA Kloten/Opfikon stand. Nach einem neunmonatigen Evaluationsverfahren entschied sich die Baukommission für den Einbau dieses Nereda-Verfahrens als schweizerische Premiere in der ARA Sarneraatal. Einer der grossen Vorteile ist, dass drei statt der damals geplanten vier Becken genügen. Neben geringeren Investitions- und Betriebskosten erfordert das holländische Verfahren weniger Chemie und bringt schnellere Abläufe. Wegen dieses Entscheids der Baukommission musste die Baubewilligung angepasst werden. Der Alpnacher Gemeinderat hat diese kürzlich erteilt, sodass dem Baubeginn nichts mehr im Wege stand.

Jugendliche sensibilisieren

EZV-Präsident Cornel Waldvogel konnte beim gestrigen Spatenstich berichten, dass es der Baukommission gelungen sei, «einen sehr grossen Anteil an Aufträgen fürs neue Projekt an einheimische Unternehmungen zu vergeben». Er gab weiter bekannt, dass im aufgestockten Betriebsgebäude ein Show-Raum über die Abläufe in einer ARA eingerichtet werde. Insbesondere sollen Schulen Gelegenheit erhalten, die Anlagen zu besichtigen und zu erfahren, «welche Folgen es hat, wenn alles Mögliche einfach ins WC geworfen wird.»

Robert Hess

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.