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ALPNACH: Kirchengeläut «bleibt im Dorf»

Die nächtlichen Glockenschläge bleiben, das Morgengeläute wird weiterhin um 5 Uhr ertönen. Das hat der Kirchenrat aufgrund einer Umfrage entschieden.
Die Pfarrkirche von Alpnach. (Bild Robert Hess)

Die Pfarrkirche von Alpnach. (Bild Robert Hess)

Markus Villiger

Dass die Alpnacher Kirchenglocken auch nachts jede Viertelstunde schlagen und das Morgengeläute um 5 Uhr ertönt, hat diesen Sommer für Schlagzeilen gesorgt. Der Kirchgemeinderat wollte mit einer konsultativen Umfrage herausfinden, wie die Bevölkerung über die Stundenschläge und den Zeitpunkt des Morgengeläuts denkt.

Kirchgemeindepräsident Daniel Albert informierte am Montagabend an der Kirchgemeindeversammlung über die Resultate. Der Rat habe nicht selber entscheiden wollen, ohne vorher die Bevölkerung zu befragen, sagte er vor rund 60 Stimmberechtigten im Pfarreizentrum.

Breit abgestützte Umfrage

Der Alpnacher Bevölkerung wurden zwei Fragen gestellt: «Sollen die Stundenschläge nachts weiterhin ertönen?» und «Wann soll das Morgengeläute erklingen; um 5 Uhr, 6 Uhr oder 7 Uhr?» Insgesamt haben 714 Alpnacherinnen und Alpnacher an der Umfrage mitgemacht. Präsident Albert zeigte sich von den Rückmeldungen sehr erfreut und betonte: «Die rege Teilnahme hat uns überrascht, und wir können daher von einer breit abgestützten Umfrage Kenntnis nehmen.»

Der Kirchgemeinderat hat die Umfrage ausgewertet: 32,6 Prozent haben für die Abschaltung der Stundenschläge gestimmt, und 67,4 Prozent haben Nein gesagt. Beim Morgengeläute ergab sich folgendes Resultat: 47 Prozent: 5 Uhr; 25,3 Prozent 6 Uhr und 27,7 Prozent 7 Uhr.

Dazu Kirchgemeindepräsident Daniel Albert: «Der Kirchgemeinderat hat aufgrund dieser Rückmeldungen entschieden, an der bisherigen Ordnung festzuhalten. Das Resultat zeigt auf, dass kein dringender Handlungsbedarf besteht. Die Glockenschläge werden nachts nicht abgeschaltet, das Morgengeläute wird weiterhin um 5 Uhr ertönen.» Er dankte allen, die an der Umfrage mitgemacht haben. Sie hätten es dem Kirchgemeinderat ermöglicht, ein Bild der aktuellen Stimmungslage der Alpnacher Bevölkerung zum Thema Kirchenglocken zu zeichnen. Er hoffe, dass alle Alpnacherinnen und Alpnacher den Entscheid akzeptierten und das Thema für die nächsten Jahre vom Tisch sei. Nach Bekanntgabe der Umfrageresul­tate erhielt der Kirchgemeinderat spontanen Applaus. Dieser zeigte, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger offensichtlich vom Resultat der Umfrage befriedigt sind.

Neuer Kirchgemeinderat

Für Pia von Wyl Wyrsch, die auf Ende Dezember 2015 aus dem Kirchgemeinderat austreten wird, wurde einstimmig der 36-jährige Christian Eugster, Alpnachstad, gewählt. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern und in Oberbüren SG aufgewachsen.

Auf die Gesamterneuerungswahlen 2016 treten Simon Frey und Victor Langensand zurück. Zur Wahl stellen sich erneut Daniel Albert, Guido Trachs­ler und Agnieszka Krasnopolska. Die Gesamterneuerungswahlen werden an der Kirchgemeindeversammlung vom 2. Mai 2016 durchgeführt.

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