ALPNACH: Korporationsrat lehnt Asylunterkunft ab

Der Korporationsrat Alpnach verweigert die Zustimmung zur dreijährigen Umnutzung der Truppenunterkunft Kleine Schliere in eine Asylunterkunft. Diese widerspreche dem geltenden Baurechtsvertrag.

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Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Im Januar war der Korporationsrat Alpnach informiert worden, dass der Bund die Truppenunterkunft Alpnach ab Juni für maximal drei Jahre als Asylunterkunft nutzen will. Gemäss einer Mitteilung vom Dienstag erteilt die Korporation, welche Baurechtgeberin und Grundeigentümerin der Truppenunterkunft ist, keine Zustimmung zur Zweckänderung der Unterkunft.

Sechsmonatige Nutzung möglich

Bei der Realisierung eines Bundesasylzentrums seien einschlägige Vertragsbedingungen nicht eingehalten, da der vertraglich umschriebene Nutzungszweck geändert werde. Die Korporation sehe darin eine längerfristige Zweckänderung. Eine sechsmonatige Nutzung als Asylunterkunft würde hingegen dem Baurechtsvertrag nicht widersprechen. Die militärische Nutzung solle aber auch in Zukunft der zivilen Nutzung vorgehen.

Auch der Kanton Obwalden und die Gemeinde Alpnach hatten sich im Februar gegen die Nutzung der Truppenunterkunft Kleine Schliere als Asylunterkunft ausgesprochen.

pd/bep