ALPNACH: Meisibach ist für «100-Jährliches» gerüstet

Beim Hochwasser 2005 gebärdete sich der Alpnacher Meisibach besonders wild. Nun ist er gezähmt worden.

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Anwohner Ernst Huser, der 2005 auch betroffen war, ist zufrieden mit der Verbesserung der Hochwassersicherheit. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Anwohner Ernst Huser, der 2005 auch betroffen war, ist zufrieden mit der Verbesserung der Hochwassersicherheit. (Bild Robert Hess/Neue OZ)

Mitgeführtes Geschiebe lagerte sich bei der Hochwasserkatastrophe im August 2005 im Bachbett auf dem Schwemmkegel ab und verstopfte eine Brücke. In der Folge brach der Bach seitlich aus. Mehrere Wohngebiete, die Militärbaracken im Grund, der Forstwerkhof sowie Erschliessungsstrassen und Kulturland wurden damals durch Übersarungen beschädigt.

Für 100-jährliches Ereignis
Der Meisibach mündet in der Nähe des Forstwerkhofs in die Kleine Schliere. Dies veranlasste die zuständige Wuhrgenossenschaft, das bestehende Integralprojekt Kleine Schliere aus dem Jahre 2003 mit einem Sanierungsprojekt Meisibach zu ergänzen, wie Wuhrgenossenschafts-Präsident Peter Jöri an einer Presse-Orientierung vor Ort erklärte.

Im Dezember 2007 wurden die Arbeiten aufgenommen; sie dauern voraussichtlich noch bis Juli. «Wesentlich zur Verbesserung der Hochwassersicherheit am Meisibach trägt der neue Geschiebesammler auf dem Areal des ehemaligen Militärspitals bei», so Präsident Peter Jöri weiter. Der Sammler weist ein Volumen von rund 3000 Kubikmetern auf und ist mit einem Holzrückhalt ausgestattet.

«Das rund 350 Meter lange Gerinne unterhalb des Sammlers ist auf das Schluckvermögen eines 100-jährlichen Hochwasserereignisses ausgebaut», ergänzte Christian Preiss vom Ingenieurbüro Zeo AG in Alpnach. Das heisst: Pro Sekunde können 18 Kubikmeter Wasser durch das Gerinne und auch unter der neu erstellen Hostettlibrücke fliessen.

Robert Hess

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.