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ALPNACH: Neues Altersheim frühestens 2020

Die Kapazität von rund 40 Betten im bestehenden Alterszentrum Allmend reicht nicht mehr aus. Die Planung für ein neues Betagtenheim ist im Gange. Es dürfte rund 40 Millionen Franken kosten.
Robert Hess
Stiftungsratspräsidentin Hedy Siegrist auf der Parzelle, auf der das neue Alterszentrum erstellt werden soll. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 25. Mai 2017))

Stiftungsratspräsidentin Hedy Siegrist auf der Parzelle, auf der das neue Alterszentrum erstellt werden soll. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 25. Mai 2017))

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Die Weichen für den Bau eines neuen Alterszentrums hat die Korporation Alpnach an ihrer Versammlung vom 2. Mai gestellt (wir berichteten). Die Bürger stimmten drei voneinander abhängigen Anträgen zu, die gesamthaft ermöglichen, dass die Stiftung Alterszentrum Allmend auf eigenem Boden auf dem ehemaligen Guberareal und in der Nähe des bestehenden Heimes ein neues Zentrum erstellen kann. Die Korporation rückte im Interesse der Allgemeinheit von ihrem langjährigen Grundsatz ab, eigenes Land nur im Baurecht abzugeben. «Für uns war dieses Entgegenkommen sehr wichtig, und wir freuen uns darüber», so Stiftungsratspräsidentin Hedy Siegrist im Gespräch mit unserer Zeitung. «Auf eigenem Boden zu bauen, macht uns in vielen Bereichen unabhängiger», sagt die ehemalige Alpnacher Gemeindepräsidentin, «und weist beispielsweise bei der Beschaffung der finanziellen Mittel Vorteile auf.»

Sie betont auch, dass die Stiftung in den vergangenen Jahren «intensiv auf Landsuche in der Gemeinde gewesen ist, da eine Erweiterung des Alterszentrums am heutigen Standort nicht möglich ist». Die Suche sei jedoch erfolglos verlaufen, erklärt Siegrist. Erst mit dem Angebot der Korporation zum Landverkauf «hat sich die Türe für einen Neubau ganz geöffnet».

Ein eigenständiges und neues Zentrum

Die Stiftung hat in den vergangenen Jahren aber nicht nur Ausschau nach Bauland gehalten, sondern sich auch mit den Vorarbeiten für eine Heimerweiterung beschäftigt. Im Januar 2016 erteilte sie einen Studienauftrag an mehrere Architekten für den Neubau eines Alterszentrums auf der nun von der Korporation gekauften Parzelle. Im Sommer wurde das Projekt der Luzerner Architekten Röösli & Maeder GmbH als Sieger erkoren.

Nachdem nun das Bauland gesichert werden konnte, arbeiten die Architekten das definitive Projekt aus. Geplant sind 70 Pflegebetten sowie 20 Einheiten von vorwiegend 2?-Zimmer-Alterswohnungen, in denen die Bewohner von der Betreuung und den Dienstleistungen des Zentrums profitieren können. Das neue Alterszentrum wird völlig unabhängig vom bestehenden Zentrum erstellt und geführt. Es weist sämtliche notwendigen modernen Infrastrukturen und Räume auf. Mit dem heutigen Gebäude wird es nicht verbunden sein. Um den Neubau zu ermöglichen, müssen überdies der geltende Quartierplan Allmend Ost sowie der Zonenplan geändert werden. Die Stiftung rechnet (inklusive Landerwerb) mit Investitionen von rund 40 Millionen Franken.

Und das bestehende Alterszentrum?

«Die Zukunft des bestehenden Alterszentrums Allmend nach der Eröffnung des Neubaus ist noch offen, ein neuer Nutzungsbedarf ist in Erarbeitung», ergänzt Siegrist. Falls ein Verkauf an Dritte stattfinden würde, käme ein vertragliches Vorkaufsrecht zu Gunsten der Korporation bzw. ein Gewinnbeteiligungsrecht zum Zuge. Gleiches gilt für die zweite gekaufte Parzelle, auf welcher der Neubau zu stehen kommt.

Auf den Stiftungsrat, der aus der Präsidentin Hedy Siegrist, dem Vizepräsidenten Armin von Atzigen, Christian Eugster sowie den Gemeinderäten Marcel Moser und Willy Fallegger besteht, kommt ein gerüttelt Mass an zusätzlicher Arbeit zu. Stichworte sind: Abschluss der Hauptverträge mit der Korporation, Detailplanung und Realisierung des neuen Alterszentrums sowie die Finanzierung der Investitionen. «Ich wünsche, dass das neue Zentrum 2020/21 eröffnet werden kann», so Hedy Siegrist.

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