ALPNACH: Partizipanten der Obwaldner Kantonalbank erhalten 34 Prozent Dividende

Das Geschäftsergebnis 2017 und Informationen über geplante Bauten standen im Mittelpunkt der 31. Partizipantenversammlung der Obwaldner Kantonalbank. Dabei wurden auch Details zum ehemaligen Hauptsitz bekannt.

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Michèle Schönbächler im Gespräch mit Bankratspräsident Daniel Dillier (mitte) und CEO Bruno Thürig. (Bild: Robert Hess (Alpnach 7. April 2018))

Michèle Schönbächler im Gespräch mit Bankratspräsident Daniel Dillier (mitte) und CEO Bruno Thürig. (Bild: Robert Hess (Alpnach 7. April 2018))

«Wir haben 2017 einige Pflöcke eingeschlagen», erklärte Bankratspräsident Daniel Dillier am vergangenen Samstag zu Beginn der 31. Partizipantenversammlung der Obwaldner Kantonalbank (OKB). Das erwirtschaftete Ergebnis mit einem Bruttoerfolg von über 60 Millionen Franken übertreffe die Erwartungen des Bankrates und der Geschäftsleitung wesentlich. «Und für Sie», sprach Daniel Dillier die rund 1400 in der Helikopterhalle des Flugplatzes Alpnach anwesenden Partizipanten direkt an, «können wir mit 34 Prozent auf dem Nominalwert eine um 2 Prozent höhere Dividende ausschütten».

Mit «Danke, dass Sie die OKB als ihren Finanzpartner ausgesucht haben», quittierte Dillier den spontanen Beifall «im Saal». Das gute Ergebnis sei ein Zusammenspiel von Vertrauen in die Bank, vielen sehr zufriedenen Kunden und vor allem auch des Einsatzes der motivierten rund 200 Mitarbeiter am Hauptsitz und in den Filialen der Bank.

Auch der Kanton profitiert vom guten Ergebnis. Laut Geschäftsbericht gehen vom Bilanzgewinn in der Höhe von 15,6 Millionen Franken 7,48 Millionen Franken als Gewinnablieferung sowie 2,34 Millionen Franken als Abgeltung der Staatsgarantie an den Kanton. Dies entspreche rund 260 Franken pro Obwaldner.

Grundstück im Dorf wird verkauft

Neben den erfreulichen Zahlen vermittelte die Bankleitung den Anwesenden auch Neuigkeiten im Baubereich. Ein wichtiger Entscheid ist zur Zukunft des Grundstückes an der Sarner Bahnhofstrasse – dem früheren Standort des Hauptsitzes – gefallen. «Wir werden die 6000 Quadratmeter Land mit Gebäuden verkaufen», erklärte CEO Bruno Thürig. Die Filiale dort bleibe noch mindestens bis Ende 2018 bestehen und soll dann an die Rütistrasse, den derzeitigen Hauptsitz, verlegt werden. «Auf Kurs», so Thürig weiter, «ist die Detailprojektierung für den künftigen Hauptsitz Sarnen Nord». Er rechnet mit einer Baueingabe im kommenden Herbst «und wir sind zuversichtlich, dass im Frühling 2019 die Bagger auffahren können». Falls alles planmässig verläuft, sollte der Standort Rütistrasse 2021 abgebrochen und nach Sarnen Nord verlegt werden. Künftig sollen Filialen am Standort des Hauptsitzes sowie die bestehenden im Sarnen Center und im Lindenhof geführt werden.

«Trotz des digitalen Trends will die OKB die Nähe zum Kunden auch künftig pflegen», erklärte CEO Bruno Thürig im Gespräch mit Moderatorin Michèle Schönbächler. «Wir sind in jeder Gemeinde mit mindestens einer Filiale präsent.» Thürig zeigte sich auch überzeugt, «dass eine umfassende, fachlich korrekte und qualitativ hochstehende Beratung persönlich erfolgen muss». Dazu habe die OKB ein neues Schalterkonzept erarbeitet. Bauliche Anpassungen sind ebenfalls geplant.

Eine Première waren Kurzinterviews von Michèle Schönbächler mit je zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über ihre Tätigkeit in der Bank sowie ein kurzer Blick in ihre persönlichen Verhältnisse wie Hobbys oder Familie. Ein echter Genuss war die musikalische Umrahmung des Anlasses durch das Alphorntrio «Bärgfrindä» und den Jodlerklub Sarnen. Aus dem Hauptort wurde auch das Mittagessen angeliefert: Für das Catering war das Hotel Krone verantwortlich. Unterstützung im Bereich Küche, Service und Infrastruktur kam von rund 80 Mitgliedern verschiedener Vereine.

Und schliesslich durften die 1400 Partizipanten das obligate Geschenk nach Haus nehmen: Heuer war dies ein Glas mit 250 Gramm Obwaldner Bienenhonig.

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch