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ALPNACH: Sarneraa AG: Erneut weniger Strom produziert

Die Stromproduktion der Kraftwerk Sarneraa AG blieb 8 Prozent unter dem 20-Jahres-Mittelwert. Beschäftigt hat das Unternehmen auch der Hochwasserschutz.
KRAFTWERK SARNERAA AG: STAUWEHR WICHELSEE 10.MAI 2000 (NEUE OZ/JOSEF REINHARD) (Bild: Josef Reinhard)

KRAFTWERK SARNERAA AG: STAUWEHR WICHELSEE 10.MAI 2000 (NEUE OZ/JOSEF REINHARD) (Bild: Josef Reinhard)

12 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom produzierte das Unternehmen im 62. Geschäftsjahr 2016/17, gegenüber 12,2 Millionen kWh im Vorjahr. Die Generatoren konnten wegen Wassermangel über längere Zeit nicht mit Volllast produzieren. Weil die wegen der tiefen Grosshandelspreise geringen Erlöse aus der Stromproduktion die Produktionskosten nicht mehr zu decken vermögen, entstehen den Cen­tralschweizerischen Kraftwerken (CKW) als Pächter verhältnismässig hohe Verluste. Im abgelau­fenen Geschäftsjahr waren das rund 743'000 Franken. Die CKW tragen neben dem Verlust zusätzlich alle Kosten für Unterhalt und Betrieb der Anlagen. Seit der Teilmarktöffnung im Jahr 2008 deckte der Marktpreis in keinem Jahr die Produktionskosten.

Trotz des Verlusts wurde an der GV der Kraftwerk Sarneraa AG vom vergangenen Donnerstag der Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre (Gemeinden Alpnach und Sarnen sowie Kanton) einstimmig zugestimmt. Sie beträgt 5 Prozent auf das Aktienkapital von 2 Millionen Franken – also 100'000 Franken.

Regierungsräte ein halbes Jahr im Ausstand

Die Vertreter des Kantons, die Regierungsräte Niklaus Bleiker und Maya Büchi-Kaiser, hatten per 30. März 2017 ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat erklärt, weil es Interessenskonflikte mit den Einsprachen des Kraftwerks gegen das Projekt Hochwasser­sicherheit Sarneraatal gab. Nach deren Bereinigung Ende August wurden die beiden erneut in den Verwaltungsrat gewählt. Ferner ersetzt Gemeinderat Peter Seiler den abtretenden Gemeindepräsidenten Paul Küchler. Jürg Berlinger ist neuer Vizepräsident.

Mehrere Einsprachen zum Hochwasserschutzprojekt

Das Kraftwerk Sarneraa ist durch das Projekt Hochwasserentlastungsstollen direkt betroffen und deponierte darum mehrere Einsprachen. Damit habe man aber nie das Projekt gefährden, sondern verbessern wollen, wurde an der GV betont. So konnte die Sicherheit im Winter für die neue Zufahrtsstrasse zum Wichelsee erhöht werden. Diese Einsprache konnte im März ebenso bereinigt werden wie eine zweite.

Formell noch nicht zurückgezogen ist laut Mario Zoppe, Sekretär des Verwaltungsrats, eine Einsprache zum Enteignungsverfahren. Damit wollte man Rechtssicherheit erlangen. Die betroffenen Grundstücke beim Wehr und bei der Zentrale sind für das Kraftwerk von zentraler Wichtigkeit. «Mit der Einsprache haben wir erreicht, dass sich die Projektverantwortlichen frühzeitig Gedanken zu alternativen Lösungen machten, welche nun für das Kraftwerk in Ordnung sind. Es ist aber auch zu bemerken, dass es nicht Absicht des Projekts war, die Parzellen tatsächlich zu enteignen, sondern dass es sich dabei um ein formelles Verfahren handelt», sagte Zoppe. Inzwischen habe man sich mit dem Kanton geeinigt. Schliesslich war die aktive Regelung des Sarnersees bei Hochwasser ein Thema. Gemäss Projektunterlagen müsste mit einem Produktionsverlust von 8 Prozent gerechnet werden. Diesen wollte die Kraftwerk Sarneraa AG entschädigt haben. Es sei dann aber klar und glaubwürdig begründet worden, dass den Berechnungen des Projekts ein Fehler zugrunde lag. «Mit den neuen Werten fällt der Verlust marginal aus», sagt Mario Zoppe. Ende August wurde darum auch diese Einsprache zurückgezogen.

Markus Villiger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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