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ALPNACH: Sie hängen an ihrer Heimat

Um Ferien in ihrer Heimat zu machen, nehmen sie eine lange Reise auf sich: 16 junge Auslandschweizer begeben sich auf Abenteuersuche in Obwalden.
Adrian Venetzadrian Venetz
Geschlafen wird in der Hängematte oder im Zelt. (Bild Corinne Glanzmann)

Geschlafen wird in der Hängematte oder im Zelt. (Bild Corinne Glanzmann)

16 Jugendliche aus 12 Nationen erleben derzeit eine «Adventure-Reise im Herzen der Schweiz». Unter diesem Motto steht ein Sommercamp der Auslandschweizer-Organisation (ASO, siehe Kasten). Das Lager hat am 30. Juli begonnen und geht morgen Freitag zu Ende.

Viel unterwegs

Das «Basislager» der Jugendlichen – mit Zelten und Hängematten – liegt in einem idyllischen Waldstück am Chilcherliweg in Alpnach. Von dort aus machen sie sich zu verschiedenen Abenteuern auf. «Am Wochenende waren wir im Pilatus-Seilpark und haben dann auf der Krienseregg übernachtet – natürlich ebenfalls im Freien», erzählt Lagerleitern Denise Amstad aus Alpnach. Weiter auf dem Programm stehen Wanderungen, Kanufahrten und vieles mehr.

«Der erste Lagertag war quasi ein ‹Schulungstag›: Die Jugendlichen haben beispielsweise gelernt, wie man im Freien ein Feuer macht oder wie man einen Schlafplatz vor Regen und Nässe schützt», sagt Denise Amstad, die das Sommercamp gemeinsam mit drei weiteren Leitern führt. Die Lagerteilnehmer würden in die Planung und Durchführung der verschiedenen Ausflüge stark einbezogen, erklärt Amstad.

Im Wald «überleben»

Die 16 Jugendlichen stammen aus 12 verschiedenen Nationen. «So richtig multikulti», sagt Denise Amstad lachend. Aus dem – verhältnismässig nahen – Österreich kommt die 19-jährige Ariane Droin. Die ersten zwei Jahre hat sie in der Schweiz gelebt, dann ist sie mit ihren Eltern nach Salzburg gezogen. «Ich fühle mich trotzdem noch als Schweizerin», sagt Ariane in sympathischem Österreicher Dialekt.

Sie ist zum ersten Mal in einem ASO-Lager. «Es ist toll hier. Man lernt Leute aus völlig anderen Kulturen kennen – und man lernt, wie man im Wald überlebt», sagt sie schmunzelnd. Mit den andern Jugendlichen spricht sie hauptsächlich Englisch. Auch Französisch ist kein Problem für Ariane, denn ihre Eltern stammen aus der Westschweiz.

Von Indien nach Alpnach

Eine weitaus längere Reise hat die ebenfalls 19-jährige Keya Braun hinter sich. Sie kommt aus Indien. Ihr Vater ist Schweizer, die Mutter Deutsche. «Indien ist meine Heimat, in der Schweiz habe ich nie gelebt», sagt Keya. Dennoch ist eine Unterhaltung in Mundart kein Problem. Der Schweizer Dialekt geht ihr fliessend von den Lippen – wenn auch mit einer interessanten exotischen Färbung. In der Schule in Indien spricht sie Englisch. Unterhalten kann sie sich auch in Tamil, einer «ziemlich komplizierten» Sprache, die in Südindien gesprochen wird.

Neue Begegnungen

Zwar war Keya als Kind bereits mit ihren Eltern in der Schweiz zu Besuch, um Verwandte zu besuchen. «Für dieses Lager bin ich zum ersten Mal allein in die Schweiz gereist», sagt sie. Das Lagerleben gefällt ihr: «Man lernt viele inter-essante Menschen kennen.» Mit dem Leben in der freien Natur hat die zierliche junge Frau keine Probleme: «Als Kind bin ich oft mit meinen Eltern campieren gegangen.» Gut möglich, dass Keya Braun bald für längere Zeit in der Schweiz bleiben wird. Sie spielt nämlich mit dem Gedanken, nächstes Jahr ein Studium in Umweltingenieurwissenschaften zu beginnen.

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