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ALPNACH: So soll das neue Alterszentrum aussehen

Das Siegerprojekt für ein neues Alterszentrum Allmend steht fest. Die 70 Zimmer und 20 Wohnungen sind frühestens in vier Jahren bezugsbereit.
Adrian Venetz
Der Gebäudekomplex besteht aus dem eigentlichen Alterszentrum mit Pflegezimmern sowie einem weiteren Gebäude mit separaten Alters- und Pflegewohnungen. (Bild: Visualisierung PD)

Der Gebäudekomplex besteht aus dem eigentlichen Alterszentrum mit Pflegezimmern sowie einem weiteren Gebäude mit separaten Alters- und Pflegewohnungen. (Bild: Visualisierung PD)

Adrian Venetz

Das heutige Alterszentrum Allmend an der Dammstrasse in Alpnach wurde 1993 eröffnet und bietet 42 Wohnplätze in Einzelzimmern und 15 Alterswohnungen an. Seit längerem kämpft die Stiftung mit Platzproblemen. Zudem erschwert die Infrastruktur einen effizienten Betrieb. Bereits vor 10 Jahren machte sich die Stiftung auf die Suche nach einem neuen Standort – und fand ihn nur einen Steinwurf entfernt auf einer Parzelle der Korporation, gleich angrenzend ans Bahngleis (wir berichteten).

Effizient und flexibel

Aus neun eingereichten Projektstudien hat eine Jury nun einen Sieger erkoren. Es handelt sich um das Projekt Alpinacus des Luzerner Architekturbüros Roeoe­sli & Maeder. Vorgesehen ist ein Alterszentrum in Form eines grossen, zweigeteilten Gebäudes mit sechs bis sieben Stockwerken. In einem Teil des Komplexes befinden sich die Pflegezimmer sowie weitere Räume (Personal, Therapie, Cafeteria etc.) im andern Teil sind die Wohnungen. Die beiden Bereiche werden mit einem Durchgang verbunden (siehe Bildmitte). Es solle ein Alterszentrum werden, in dem sich «die Bewohner wie auch die Mitarbeiter wohl fühlen», sagte Stiftungsratspräsidentin Hedy Siegrist gestern anlässlich der Vorstellung des Siegerprojekts. Wichtig sei auch, dass der Gebäudekomplex effiziente Arbeitsabläufe ermögliche und allenfalls erweitert und flexibel genutzt werden könne, denn «niemand weiss genau, was Alters- und Pflegeheime in 20 bis 30 Jahren bieten müssen», so Siegrist. Der Jury hat unter anderem gefallen, dass die Wohnungen über separate Eingänge verfügen, wie die Sarner Architektin und Preisrichterin Monika Imhof-Dorn ausführte. Preislich habe das Projekt ebenfalls überzeugen können. «Das Projekt Alpinacus stellt ein sehr gut organisiertes und übersichtliches Alterszentrum mit Alterswohnungen von hoher Wohnqualität und sehr betriebsfreundlichen Raumbeziehungen dar», schreibt die Jury.

Angetan vom Siegerprojekt zeigte sich gestern auch Gemeinderat und Stiftungsrat Marcel Moser. Er dankte der Korporation, dass sie «Hand bietet, um an diesem idealen Standort ein Alters- und Pflegezentrum realisieren zu können». Die Korporation ist Grundeigentümerin des gesamten Gebiets Allmend Ost. Ein Quartierplan besteht seit 2005. In den vergangenen Jahren sind hier bereits Mehrfamilienhäuser und eine Parkplatzanlage entstanden. Angedacht war früher einmal der Bau von Gewerbe- oder Industriegebäuden – nun soll der südliche Teil des noch freien Landes im Baurecht an die Stiftung Alterszentrum Allmend gehen. Im nördlichen Teil hält sich die Korporation die Option offen, Wohnhäuser zu bauen.

Verhandlungen laufen noch

«Es liegt ein sehr gutes Projekt vor», sagte Korporationspräsident Walter Hug. «Der Standort ist optimal.» Noch sind nicht alle Verträge unter Dach und Fach, die Verhandlungen zwischen Stiftungsrat und Korporationsrat sollen aber noch in diesem Jahr abgeschlossen werden», so Hug. Nötig ist zudem eine Anpassung des Quartierplans sowie eine Zonenplanänderung. Auch die Alpnacher Korporationsversammlung muss dem Bau grünes Licht geben – voraussichtlich im Frühling. Offen ist noch, was mit dem bisherigen Alterszentrum passiert. Die Korporation hält sich die Möglichkeit offen, das Gebäude zu kaufen.

Das neue Alterszentrum ist frühestens 2020 bezugsbereit. Was die Kosten angeht, hielt sich die Stiftung bedeckt. Auf Nachfrage war zu erfahren, dass man sich grob geschätzt im Rahmen von 35 bis 40 Millionen Franken bewege.

Hinweis:

Die Bevölkerung kann die Projekte im Pfarreizentrum besichtigen, und zwar heute Donnerstag und morgen Freitag von 10 bis 16 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 15 Uhr. Am Samstag stehen Vertreter der Korporation und der Stiftung den Ausstellungs­besuchern Red und Antwort.

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