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ALPNACH: Tüftelpark ist zufrieden mit Start

Der Mittwoch läuft gut, der Samstag könnte besser sein: so das erste Fazit des Tüftelparks Pilatus. Der gleichnamige Verein sucht noch ehrenamtliche Helfer, die den Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Adrian Venetz
Elia Zemp ist einer der jungen Tüftler, die jeweils am Mittwoch- und Samstagnachmittag basteln, was das Herz begehrt. Im Hintergrund ist auch Tim Lubura am Werken. (Bild: Corinne Glanzmann (Alpnach, 28. Juni 2017))

Elia Zemp ist einer der jungen Tüftler, die jeweils am Mittwoch- und Samstagnachmittag basteln, was das Herz begehrt. Im Hintergrund ist auch Tim Lubura am Werken. (Bild: Corinne Glanzmann (Alpnach, 28. Juni 2017))

Im März öffnete der Tüftelpark Pilatus seine Türen, im April folgte die offizielle Einweihung. «Wir sind gut gestartet», zieht Samuel Friedrich ein erstes Fazit nach knapp vier Monaten. Gemeinsam mit seinem Team der 2point GmbH betreut der Jungunternehmer im Micropark die jungen Tüftler. Buben und Mädchen im Alter zwischen 9 und 16 Jahren können hier jeweils am Mittwoch- und Samstagnachmittag nach Lust und Laune basteln, hämmern, sägen, löten – was das Herz begehrt.

Derzeit sind 27 Kinder und Jugendliche für das «freie Tüfteln» registriert. «Sie können kommen und gehen, wann sie wollen», erklärt Samuel Friedrich, dessen Firma im gleichen Gebäude an der Industriestrasse untergebracht ist. Gut laufe vor allem der Mittwochnachmittag. Hier seien durchschnittlich 8 bis 15 junge Tüftler zu Besuch im Micropark. «Der Samstag könnte noch besser besucht sein», so Friedrich. Allerdings seien die Besucher­zahlen stark wetterabhängig. Das Team um den Tüftelpark ist deshalb zuversichtlich, dass die Zahlen nach den Sommerferien ansteigen – klar, dass an einem verregneten Herbsttag die Tüftellust in einer Werkstatt grösser sein wird als an einem 30-Grad-Nachmittag im Juni.

Neben dem freien Tüfteln sollen künftig auch Workshops für Gruppen und Schulklassen angeboten werden. «Wir hatten bereits zwei Schulklassen aus Wilen zu Besuch», sagt Samuel Friedrich. Mit Erfolg: «Überrascht und gefreut hat uns vor allem, dass viele Mädchen grosses Interesse an der Technik zeigten.» Teilnehmen wird der Tüftelpark Pilatus im Herbst auch am Tüftelcamp 2017. Es handelt sich dabei um ein ausserschulisches Talentförderungsprojekt für Kinder in den Sparten Technik, Naturwissenschaften und Gestaltung.

Der Verein Tüftelpark Pilatus sucht nach wie vor Coaches, die sich ehrenamtlich um die Kinder und Jugendlichen kümmern und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. «Derzeit haben wir nur einen Coach – es dürften ruhig noch mehr sein», erklärt Friedrich.

«Ich liebe diese Aufgabe als Coach»

Dieser eine Coach ist Paul Zimmerli aus Kägiswil. Der pensionierte Werkzeugmacher hat bereits bei der Planung und Realisierung des Tüftelparks intensiv mitgearbeitet. «Das hier ist ein richtiges Paradies für junge Tüftler», sagt er. Zimmerli ist sich bewusst, dass er als Techniker der «alten Schule» in vielen Bereichen – etwa im Umgang mit Computern und Smartphones – den Jungen nichts vormachen kann. Doch darum gehe es auch nicht. «Ich will ihnen vor allem beibringen, wie man an ein Projekt herangeht», so Zimmerli. «Zuerst denken, dann lenken» laute sein Motto.

Wer beispielsweise ein Modellflugzeug bauen wolle, könne nicht einfach gleich zu Holz und Säge greifen und anfangen. «Zuerst braucht es eine Skizze, dann ein einfaches Modell aus Karton.» Eine saubere Planung und wohlüberlegte Herangehensweise ersparen einem viel Ärger und Rückschläge. «Ich liebe diese Aufgabe als Coach und kann es nur weiterempfehlen», schwärmt Zimmerli.

Adrian Venetz

adrian.venetz@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis: Während der Schulferien macht auch der Tüftelpark Pause. Öffnungszeiten und weitere Informationen:www.tueftelpark-pilatus.ch.

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