Alpnach
Urs Spichtig steht ab Neujahr der Korporation vor

Die Korporation Alpnach hat die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich in der Pfarrkirche, wo sie den Korporationsrat, einen neuen Präsidenten sowie die Mitglieder der Kommissionen wählten.

Robert Hess
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Der Korporationsrat Alpnach (von links): Ueli von Atzigen, neuer Korporationsrat; Urs Spichtig, neuer Präsident; Walter Hug, zurücktretender Präsident; Irene Langensand-Gut, neue Korporationsrätin.

Der Korporationsrat Alpnach (von links): Ueli von Atzigen, neuer Korporationsrat; Urs Spichtig, neuer Präsident; Walter Hug, zurücktretender Präsident; Irene Langensand-Gut, neue Korporationsrätin.

Bild: Robert Hess
(Alpnach, 1. Dezember 2020)

Im Korporationsrat hatten der 67-jährige Präsident Walter Hug-Halter nach acht Jahren im Amt sowie Mitglied André Wallimann-Betschart nach sechs Jahren demissioniert. Praktisch einstimmig wurden Ueli von Atzigen-Wyrsch sowie Irene Langensand-Gut als ihre Nachfolger gewählt. Irene Langensand ist damit zusammen mit Vizepräsidentin Dina Gasser-Gabriel die zweite Frau im siebenköpfigen Rat. Neben Dina Gasser wurden Urs Spichtig-Vigano, Stephan Küchler-Zgraggen, Beat Niederberger-von-Ah und Ueli Wallimann-Hess für die Amtsdauer 2021 bis 2024 bestätigt.

Als Nachfolger von Walter Hug, der 2012 gleichzeitig als Korporationsrat und Präsident gewählt worden war, wurde der 51-jährige Urs Spichtig, dipl. Architekt ETH, einstimmig als Präsident auf ein Jahr gewählt. Der Finanz- und Bauchef der Korporation gehört dem Rat seit 2013 an. Spichtig dankte für das Vertrauen und meinte: «Ich will den bisherigen erfolgreichen Weg der Korporation fortsetzen und weiterhin eine Kultur des Vertrauens und gegenseitigen Respekts pflegen.» Im Weiteren wurde Dina Gasser als Vizepräsidentin auf ein Jahr bestätigt. Die Amtsdauer beginnt am 1. Januar 2021.

Weiter wählte oder bestätigte die Versammlung die Mitglieder in acht Kommissionen. «Von den insgesamt 26 Mitgliedern in diesen Kommissionen haben auf Ende der Legislatur erfreulicherweise nur zwei demissioniert», meinte Präsident Walter Hug.

Leicht positives Budget 2021

Ohne Gegenantrag genehmigte die Versammlung das von Finanzchef Urs Spichtig präsentierte Budget 2021. Die Erfolgsrechnung sieht bei einem Aufwand von 12,05 Millionen Franken und einem Ertrag von 12,136 Millionen Franken ein «leicht positives Ergebnis» von 86'100 Franken vor, so Spichtig.

Weiter hatte die Versammlung über zwei Sachgeschäfte zu entscheiden. Korporationsrat Ueli Wallimann beantragte einen Kredit von 59'000 Franken für die Anschaffung eines fünften Personalfahrzeugs für den Forstbetrieb, der ohne Gegenantrag beschlossen wurde. Ebenfalls diskussionslos wurde ein Zusatzkredit von rund 105'000 Franken für die unvorhergesehenen Mehraufwendungen bei der Änderung des Quartierplans Allmend Ost genehmigt.

«Wir hätten dich gerne behalten»

Nach der Behandlung der ordentlichen Traktanden zeigte Vizepräsidentin Dina Gasser einige Stationen der achtjährigen Amtszeit von Walter Hug auf. «Wir hätten dich gerne behalten», meinte sie. «Ich durfte in diesen Jahren immer auf ein sehr gutes Team von Ratskollegen und Mitarbeitenden zählen», gab Walter Hug den Dank weiter. Und vor allem Korporationsschreiber Klaus Wallimann leiste seit Jahren Grossartiges für die Korporation.

Weil Corona der traditionellen Belohnung der Versammlungsteilnehmer mit «Cheli, Läbchuechä und Nidle» einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, erhielten alle zum Trost einen Berwert-Lebkuchen aus 100 Prozent Alpnacher Tschifeler Mehl auf den Heimweg.