Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ALPNACH: Weihnachten früher und heute: Beim Klassen-Chat dabei sein

Sepp Wallimann erinnert sich noch, als während dem Krieg Soldaten zu Weihnachten mit am Tisch sassen. Seine Enkelin blickt derweil bereits in die mobile Zukunft.
Esther Wallimann (12) und ihr Grossvater Sepp (82) aus Alpnach. (Bild: Eveline Beerkircher (13. Dezember 2017))

Esther Wallimann (12) und ihr Grossvater Sepp (82) aus Alpnach. (Bild: Eveline Beerkircher (13. Dezember 2017))

1942, mitten im Zweiten Weltkrieg: «Wir feierten in unserer Familie sehr bescheidene Weihnachten», blickt der damalige Erstklässler Sepp Wallimann (82) zurück. Und das bereits in den Jahren zuvor und auch in den folgenden Jahren erinnert sich der frühere Landwirt, Alpnacher Bürgerpräsident und Innerschweizer Bauernlandammann. Die Kriegsjahre, der Aktivdienst des Vaters und die Rationierung erlaubten der Familie keine grossen Sprünge. «Im Herbst nahm meine Mutter vermehrt das Strickzeug in die Hand», erzählt Sepp Wallimann, «damit Kappen, Handschuhe und Socken rechtzeitig zu Weihnachten als Geschenke bereit waren.» Festessen war keines angesagt, auf den Tisch kam, was man auf dem Bauernhof selber produzierte. In den Kriegsjahren war auch immer wieder Militär im «Äschi», manchmal auch zur Weihnachtszeit. «Im Haus war das Kompaniebüro untergebracht, und am Familientisch sassen oft auch Soldaten.»

«Hätte schon gern ein Handy»

Generationenwechsel: «Zu Weihnachten gehört sicher ein schön geschmückter Christbaum in der Stube», meint die zwölfjährige Enkelin Esther Wallimann. Nicht missen möchte sie auch den Besuch eines Krippenspieles. Selbstverständlich möchte die Sechstklässlerin auch Geschenke. Vom Gotti wünscht sie sich Länzgi-Taler, damit sie selber etwas kaufen kann; vom Götti einen Bob. Und von den Eltern «chume ich viellicht äs Handy über», sagt Esther. «Nein, in die Schule würde ich es nicht mitnehmen», beteuert sie. «Aber ich möchte so gerne beim Klassen-Chat auch dabei sein, und das geht halt nicht ohne Handy.»

Robert Hess

redaktion@zentralschweizamsonntag.ch

So bringt das Weihnachtsfest Generationen zusammen

Wie war Weihnachten früher? Und was macht das Fest heute aus? Wir sprachen mit Experten-Duos aus der gesamten Zentralschweiz: Grosseltern und ihren Enkelkindern. Die Beiträge aus den anderen Kantonen finden Sie unter:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.