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ALPNACH: «Wir haben keine Ausweichmöglichkeiten»

In zehn Tagen kommen das Budget und eine rollstuhlgängige Unterführung vors Volk. Das dritte und wichtigste Geschäft aus Sicht des Gemeinderats ist der Kredit für die Planung neuer Kindergärten.
Das Schwesternhaus soll einem Neubau für mindestens sechs Kindergartenklassen weichen. (Bild: Markus von Rotz (Alpnach, 17. November 2017))

Das Schwesternhaus soll einem Neubau für mindestens sechs Kindergartenklassen weichen. (Bild: Markus von Rotz (Alpnach, 17. November 2017))

2020 sollen erste Kindergartenkinder im Neubau anstelle des heutigen Schwesternhauses ihre erste Begegnung mit der Schule machen können. So sehen es die Pläne des Gemeinderats vor, wie sie an der Gemeindeversammlung vom Donnerstag erstmals öffentlich erläutert wurden – zehn Tage vor der Urnenabstimmung. «Wir brauchen unbedingt neue Zimmer und haben keine Ausweichmöglichkeiten», sagte die fürs Schulwesen zuständige Gemeinderätin Sibylle Wallimann. Die Bevölkerung sei seit 2008 von 5242 auf 5967 angestiegen und dürfte Ende Jahr die 6000er-Grenze knacken. Das bedeute 666 Schüler im Jahr 2021 gegenüber 614 heute.

Insbesondere das Spitzen-Geburtsjahr 2011 (90 Kinder) wirke sich jetzt auf den Kindergarten aus. Schon 2008 hatte der Gemeinderat ein Raumnutzungskonzept lanciert. Das Ergebnis war ein von Luzerner Architekten gewonnener Wettbewerb für einen Schwesternhaus-Ersatz. Die Pläne wurden «wegen abgelehnter Budgets und der schwierigen Finanzlage» zurückgestellt, so Wallimann.

Bau dürfte 5 Millionen Franken kosten

2016 nahm der Gemeinderat das Vorhaben wieder auf und sieht nun sechs statt vier Kindergärten sowie zwei Mehrzweckräume vor. Der Neubau hätte doppelt so viel Fläche wie das Schwesternhaus, das laut Wallimann «eine schlechte Bausubstanz und schlechte energetische Voraussetzungen» mitbringe. Es gehe nicht ohne Neubau. Auf einem gedeckten Aussenplatz wären später zwei weitere Kindergartenzimmer möglich. Bauchefin Regula Gerig rechnet dereinst mit Kosten von 5 Millionen Franken samt Abbruch des Schwesternhauses und einem Provisorium mit Containern für ein Jahr. Am 26. November befindet das Volk vorerst über einen Planungskredit von 250000 Franken.

Sanieren oder bis 2035 warten

735000 Franken – minus je 50000 Franken von den Pilatusbahnen und der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee – will der Gemeinderat für eine neue Unterführung auf Seeseite des Bahnhofs Alpnachstad. Weil die Zentralbahn die Gleisunterführungen rollstuhlgängig macht, sei es sinnvoll, auch den Zubringer zum Schiffssteg anzupassen. Der Bund plane eine Sanierung nicht vor 2035, sagte Bauchefin Regula Gerig. «Das geht aus Sicht des Gemeinderats viel zu lange.» Sie erinnerte daran, dass die aktuelle Treppe für Eltern mit Kinderwagen, Ältere mit Rollator oder Leute im Rollstuhl nicht überwindbar sei und der Treppenlift oft defekt sei.

Schliesslich wird über das Budget 2018 abgestimmt. Es geht erstmals nach zwei Jahren wieder von einem kleinen Defizit (235000 Franken) aus. Sorgen machen Finanzchef Marcel Moser die nach wie vor steigenden Gesundheitskosten. Hier finde «eine gewaltig überproportionale Entwicklung statt». Ab 2019 erwartet er jährliche Defizite von rund einer halben Million, dies vor allem wegen eines «Investitionsnotstands» aufgrund aufgelaufener Vorhaben und der Kosten für den Hochwasserschutz. Netto sollen jährlich etwa 4 bis 4,8 Millionen investiert werden.

Markus von Rotz

markus.vonrotz@obwaldnerzeitung.ch

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