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ALPNACH: Zu viele Sammelorte für Abfallsäcke

Immer klarer zeigen sich auf der ARA-Baustelle im Eichi die Konturen der künftigen Anlage. Auf Kurs ist aber nicht nur dieser Ausbau, sondern auch die Sperrgutentsorgung.
Robert Hess
Von rechts: ARA-Betriebsleiter Toni Röthlin mit den Delegierten Beat Odermatt, Sarnen, und Walter Küchler, Sachseln, auf einem Rundgang. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 28. Juni 2017))

Von rechts: ARA-Betriebsleiter Toni Röthlin mit den Delegierten Beat Odermatt, Sarnen, und Walter Küchler, Sachseln, auf einem Rundgang. (Bild: Robert Hess (Alpnach, 28. Juni 2017))

Robert Hess

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Zuvorderst an der Front, im Betriebsgebäude und auf der Baustelle der ARA Sarneraatal, tagten am Mittwochabend der Vorstand und die Delegierten des Entsorgungszweckverbandes Sarneraatal (EZV OW). Während sauberes Wasser «vom Himmel» niederprasselte, informierten sich Vorstand und Delegierte über den Stand der Arbeiten für das neue Werk zur Reinigung des «dreckigen» Wassers aus dem Sarneraatal. Ein gutes Jahr nach dem Spatenstich für das 37-Millionen-Werk, das 2019 eröffnet werden soll, führten EZV-Geschäftsführer Sepp Amgarten und ARA-Betriebsleiter Anton Röthlin durch die Anlage, die ja auch während der Ausbauarbeiten ohne Pause funktionieren muss. «Und das tut sie auch einwandfrei», beruhigte Röthlin.

Rohbauten schon fast beendet

«Der Ausbau verläuft weiterhin in jeder Hinsicht planmässig», berichtete Sepp Amgarten. «Ein gutes Jahr nach dem Spatenstich sind die Rohbauten schon fast beendet.» Dazu hätten neben der günstigen Witterung auch die sehr guten Leistungen der beteiligten Unternehmen und ihrer Mitarbeiter beigetragen. Als besonders markante Bauten stechen die drei SBR-Becken hervor (SBR für sequenzielles biologisches Reinigungsverfahren). Jedes weist einen Inhalt von rund 3,27 Millionen Litern auf.

Die Sarner Anlage ist «ein Hit»

Alle Geschäfte genehmigten die Delegierten einstimmig. Im Jahresbericht informierten Präsident Cornel Waldvogel und Geschäfts­führer Sepp Amgarten über die Sperrgutentsorgungsanlagen mit Selbstbedienung. Nach den guten Erfahrungen in Sarnen ab 2015 sei im Dezember 2016 auch in Giswil eine solche installiert worden. «Wir sind überrascht, welch grosse Mengen auf diese Weise entsorgt worden sind.» Die neue Wertstoffhauptsammelstelle in Sarnen bezeichnete Amgarten gar «als einen Hit» bei der Bevölkerung.

Neue Sammelrouten werden nötig

Sorgen bereitet jedoch, dass überall einzelne Gebührensäcke deponiert werden. «Es gibt Abschnitte, in denen das Kehrichtsammelfahrzeug alle paar Meter für einen einzelnen Gebührensack stoppen muss», steht im Jahresbericht. Es sollen bald neue Sammelrouten und -punkte festgelegt werden. Diskussionslos wurden die Jahresrechnungen 2016 genehmigt. Ja sagten die Delegierten zum überarbeiteten Abfallreglement, das nach der Genehmigung durch die Regierung auf 1. Januar 2018 in Kraft treten soll. Klar wird darin fest­gehalten, dass das Wegwerfen, Ablagern oder Zurücklassen von Abfällen ausserhalb der zugelassenen Entsorgungsanlagen verboten ist. Sie dürfen auch nicht dem Abwasser zugeführt werden. Neu können laut Reglement Unternehmen mit 250 oder mehr Vollzeitstellen ihren Siedlungs­abfall in eigener Verantwortung entsorgen.

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