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ALPNACH: Zukunft des Geissfussstegs ist ungewiss

Nächsten Sommer soll Alpnach über den Ersatz des baufälligen Geissfussstegs entscheiden. Ob die Abstimmung stattfindet, ist aber alles andere als sicher. Die kantonale Denkmalpflegekommission hat sich eingeschaltet.
Matthias Piazza
Schon länger sanierungsbedürftig: der Geissfusssteg über die Grosse Schliere in Schoried. (Bild: Markus von Rotz (Alpnach, 23. November 2017))

Schon länger sanierungsbedürftig: der Geissfusssteg über die Grosse Schliere in Schoried. (Bild: Markus von Rotz (Alpnach, 23. November 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Sie ist in einem sehr schlechten Zustand, die Brücke, die in Schoried über die Grosse Schliere führt. Nachdem es längere Zeit ruhig um den Geissfusssteg geworden war, kam das Thema an der vergangenen Gemeindeversammlung wieder zur Sprache. Im Budget für das Jahr 2018 sind 450 000 Franken für die Planung und erste Arbeiten an der Brücke eingesetzt. Gleichzeitig liess Gemeindepräsident Heinz Krummenacher verlauten, dass die auf kommenden Juni angesetzte Abstimmung über eine neue Stahl-Beton-Verbundbrücke für 1,2 Millionen Franken alles andere als sicher sei. «Die kantonale Denkmalpflegekommission wies uns darauf hin, dass der Geissfusssteg ins Inventar der Kulturobjekte von regionaler Bedeutung aufgenommen werden könnte.»

Entschieden sei aber noch nichts. Ein von der Denkmalpflegekommission angerufener Experte soll die Brücke unter die Lupe nehmen und untersuchen, ob sich der Erhalt lohnt. Dieser könne den Auftrag aber frühestens im Februar wahrnehmen. «Wir sind aus diesem Grund im Moment ziemlich blockiert», erklärt Heinz Krummenacher im Gespräch mit unserer Zeitung. «Wir hoffen allerdings, dass der Kanton die Abklärungen etwas früher vornehmen kann.»

Der Geissfusssteg ist schon seit längerem sanierungsbedürftig. 2009 hat der Gemeinderat wegen des schlechten Zustands die maximale Nutzlast von 16 auf 10 Tonnen reduziert. Heinz Krummenacher spricht von einer Verbindung, die vor allem wichtig sei für Bauern in Schoried, die auf der anderen Seite der Grossen Schliere Land bewirtschaften. Die Brücke sei aber auch die kürzeste Verbindung für den motorisierten Verkehr Richtung Sarnen. Dazu käme das Psycholo­gische: «Die Leute ennet der Brücke könnten sich ohne Geissfusssteg etwas abgenabelt fühlen.» Zudem führt sie auch Werkleitungen. Sollte der Kanton die Brücke unter Denkmalschutz stellen, müsste sie laut Krummenacher so saniert werden, dass der Gemeinde keine Zusatzkosten entstehen.

Zeuge einer speziellen Epoche

«Die 31 Meter lange, einbetonierte Stahlbrücke von 1934 wurde später mit Beton verstärkt. Es gibt in der Schweiz nur noch sehr wenige Brücken dieser Bauart am Übergang zwischen den genieteten Eisenbrücken des 19. Jahrhunderts und den heutigen Betonbrücken», begründet der kantonale Denkmalpfleger Peter Omachen die Aufnahme der Brücke ins Inventar der schützenswerten Bau- und Kulturdenk­mäler Obwaldens. Eine genaue Bestandesaufnahme muss nun ergeben, ob die Brücke mit wenigen Massnahmen wieder auf Vordermann gebracht werden kann oder im schlechtesten Fall abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden muss.

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