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Der Kanton Obwalden nimmt die Fische im Alpnachersee unter die Lupe

Im Rahmen des Projekts Aufwertung Südufer werden die Fischarten und Fischbestände untersucht. Fischer werden gebeten, auf die Netze Acht zu geben.
Franziska Herger
Das Südufer des Alpnachersees heute. Hier sollen künftig Flach- wasserzonen entstehen. (Bild: PD)

Das Südufer des Alpnachersees heute. Hier sollen künftig Flach-
wasserzonen entstehen. (Bild: PD)

Bevor das Südufer des Alpnachersees nach Plänen des Kantons ökologisch aufgewertet werden kann (wir berichteten), ist viel Planung und nicht zuletzt eine Umweltverträglichkeitsstudie nötig. Dafür muss festgestellt werden, welche Fischarten und -bestände im Projektgebiet am Südufer des Alpnachersees vorkommen. Zu diesem Zweck werden monatlich von Juni bis Oktober in der Mündungsbucht der Sarneraa und den angrenzenden Buchten Versuchsfänge mit Netzen durchgeführt. Dies teilte das Amt für Wald und Landschaft am Freitag mit.

Überlebensfähige Fische werden wieder freigelassen

Ein Fischereibiologe führe die Untersuchungen im Auftrag des Kantons und in Zusammenarbeit mit dem Fischereiverein Obwalden und dem Verein Fischerfreunde Alpnach durch, erklärt Projektleiterin Anje Marten vom Amt für Wald und Landschaft auf Anfrage. «Die Versuchsfänge werden mit relativ kleinen Netzen durchgeführt», fährt sie fort. Dadurch werde ein repräsentativer Überblick erstellt und ermittelt, welche Arten an welchen Standorten dominant sind.

Nicht in jedem Fall bedeutet dies das Ende für die gefangenen Fische. «Überlebensfähige Tiere werden wieder freigelassen; Tiere die nicht überleben, können teilweise den Fischern oder dem Tierpark Goldau zur Tierfütterung übergeben werden», so Anje Marten. Die Ergebnisse der Untersuchungen dienen der Dokumentation des Ausgangszustandes in der Umweltverträglichkeitsstudie. Sie bilden die Grundlage für die spätere Erfolgskontrolle nach Abschluss der geplanten Flachwasserschüttungen und einer anschliessenden Konsolidierungsphase, schreibt das Amt. Die fertige Umweltverträglichkeitsstudie werde jedoch bereits im Zusammenhang mit dem Bau- und Auflageprojekt öffentlich aufgelegt, sagt Anje Marten.

Versuchsfänge an zwei bis drei Tagen pro Monat

Die Versuchsfänge werden monatlich an zwei bis drei Tagen stattfinden. «Dadurch ist die Vergleichbarkeit gewährleistet, da verschiedene Arten zu verschiedenen Jahreszeiten auftreten», so die Projektleiterin. Das Amt für Wald und Landschaft schreibt, man danke für das Verständnis für diese Versuchsfänge und für die Rücksichtnahme auf die ausgebrachten Netze. «Auch während der Fänge ist die Nutzung des Sees wie bisher möglich», präzisiert Anje Marten. «Es wird aber darum gebeten, auf die Netze beim Fischen vor allem am Abend Rücksicht zu nehmen. Sie sind sehr gut signalisiert.» Wann genau die Versuchsfänge jeweils stattfinden, könne witterungsbedingt leider nicht im Vornherein angekündigt werden.

Der Kanton plant am Südufer des Alpnachersees die Initialisierung eines natürlichen Deltas der Sarneraa sowie die Aufschüttung von Flachwasserzonen und Flachmoorflächen.» Für die Seeschüttungen soll unter anderem Ausbruchmaterial aus dem Hochwasserentlastungsstollen im Sarneraatal verwendet werden. Baubeginn ist frühestens im Winter 2019/2020. Die Kosten seien derzeit noch nicht abschliessend bekannt, hält Anje Marten fest.

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