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Alpnacher Jodlergruppe liefert «Ohräschmuis»

Am ersten ihrer drei Konzerte überraschte die Jodlergruppe Bärgröseli mit einer Uraufführung.
Richard Greuter
Vorjodler Rees Gasser (Bildmitte mit Bart) beschenkte die Jodlergruppe mit einem neuen Jutz. (Bild: Richard Greuter, Kägiswil, 19. Oktober 2019)

Vorjodler Rees Gasser (Bildmitte mit Bart) beschenkte die Jodlergruppe mit einem neuen Jutz. (Bild: Richard Greuter, Kägiswil, 19. Oktober 2019)

Die Jodlergruppe Bärgröseli hat an ihrem ersten Konzert nicht zu viel versprochen. Auf ihrem Faltprospekt standen Begriffe wie «Ohräwurm» und «Ohräschmuis». Eine erste Kostprobe erhielten die Besucher in der ausverkauften Mehrzweckhalle Kägiswil vom Ländlertrio Echo vom Heubode. Ihre urchigen Klänge stimmten die rund 600 Besucher auf das Konzert ein.

Mit dem Lied «Dr’Wisibärger», von Fredy Wallimann erklang bereits der erste «Ohräwurm», ein harmonievoller Jutz in einer wunderbaren Reinheit. Darauf folgte, etwas unpassend zur Jahreszeit, aber trotzdem ein «Ohräschmuis», das Jodellied «D’Alpuiffahrt». Mit dem Naturjodel «Schwinger-Juitz» von ihrem ehemaligen Dirigenten Marcel Gehrig und vor allem dem Zugabejutz «Ä guetä Bscheid» von Fredy Wallimann, spielten die Bärgröseler mit ihren fünf Vorjodlern und den harmonischen Begleitstimmen ihre wahren Stärken aus. «Ich habe einen neuen Juitz und eine Melodie in meinen Ohren», sagte Rees Gasser als er seinen Jodlerkollegen einen neuen Jutz ankündigte. Den Zuhörern erzählte der 31-jährige Landwirt, Bruder der Dirigentin Antonia Gasser, wie sein Naturjodel auf seinem Betrieb entstand. Wer etwas genauer hinhörte und seiner Fantasie folgte, konnte die Arbeitsschritte auf dem Hof und auf der Alp von Rees Gasser heraus hören. Der abwechslungsreiche und stimmungsvolle Jutz «S.Älplergfühl» gefiel nicht nur seinen Kühen, wie Gasser berichtete, sondern auch dem Publikum, welches sein Erstlingswerk nochmals hören wollten.

Familienkapelle Lenglers erfreute mit Bündner-Kost

Hochkarätige Jodelkost aus der Ostschweiz bot das Jodlerchörli Degersheim. Sie seien Grenzgänger zwischen dem St. Gallischen Toggenburg und dem Kanton Appenzell, berichtete Präsident Beat Durrer in seiner Begrüssung. Dies war auch an ihren Darbietungen zu erkennen. Mit dem Appenzeller Zäuerli mit Kuhglockenbegleitung, dem Toggenburger und wie sich später herausstellte auch dem Innerschweizer Naturjutz zeigten die Jodler ihr vielseitiges Können.

«Jetzt folgt ein musikalischer Leckerbissen», berichtete eine der beiden Ennetmooser Zwillinge Gerda Gut und Maja Wallimann, die durch den Abend führten. Und tatsächlich: Mit ihren typischen Bündnerklängen eroberte die Familienkapelle Lengler’s aus dem Prättigau bereits bei ihrem ersten Auftritt die Herzen des Publikums. Ihre Vorträge mit den jungen Klarinetten- und Saxophon-Solisten Luzi (14) und Eva (18), die von der restlichen Familie mit Handorgel, Gitarre und Bass begleitet wurden, belohnte das Konzertpublikum mit grossem Applaus.

Mit älteren und selten gesungenen Liedern erfreute das Jodlerquartett Alpenrösli die Zuhörer. Die vier Berner Jodler feiern demnächst ihr 20-jähriges Bestehen mit einer neuen CD. Zum Schluss bedankte sich Präsident Beat Durrer bei seinen Jodlerkollegen und in besonderem bei der Dirigentin Antonia Gasser, die seit einem Jahr den Taktstock führt. «Es ist ein grosses Geschenk», meinte Durrer, der ihre fachkundigen Proben lobte.

Weitere Konzerte mit anderen Gastformationen finden heute Dienstag, 22. Oktober, in der Pfarrkirche Alpnach und am kommenden Samstag, 26. Oktober, in der Mehrzweckhalle Kägiswil statt. In der Pfarrkirche Alpnach gibt es keine Reservationen. In der Mehrzweckhalle sind noch einige Plätze frei.

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