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Alpnachs Neunermusik verabschiedet sich

An über hundert Älplerchilbenen hat sie gespielt, nun hat die Neunermusik ihr allerletztes Stück gespielt – den «Schwingerkönig».
Robert Hess
Das schlechte Wetter zwang die Musik, im kleinen Zelt aufzuspielen.Bild: Robert Hess (Alpnach, 8. September 2019)

Das schlechte Wetter zwang die Musik, im kleinen Zelt aufzuspielen.Bild: Robert Hess (Alpnach, 8. September 2019)

Nach ihrem Auftritt vom vergangenen regnerischen Sonntag auf der Lütoldsmatt, wird die 1963 gegründete Neunermusik Alpnach ihre viele Freunde in nah und fern nie mehr in dieser Formation mit volkstümlicher Blasmusik erfreuen.

Sie verabschiedete sich mit zwei oft gehörten Märschen des 1962 verstorbenen Komponisten Otto Würsch: Mit dem «Gruss an Freudenberg» am Schluss des Gottesdienstes zum 50-Jahr-Jubiläum der Bergkapelle und später mit dem «Schwingerkönig» als allerletzte Darbietung an der traditionellen Bergchilbi auf dem Festplatz unterhalb des Gotteshauses.

Altersdurchschnitt 78 Jahre

Von der Älplerchilbi bis Zermatt: In den 56 Jahren ihres Bestehens hat die Neunermusik Hunderte von Veranstaltungen wie Geburtstage, Hochzeiten, Firmen- oder Vereinsjubiläen und Gottesdienste mit ihren Darbietungen verschönert. Allein über hundert Älplerchilbenen in Alpnach, Schoried, Kägiswil und in der Schwendi hat die Neunermusik begleitet. «Zu den Höhepunkten zählten seit Jahren die Teilnahmen an den Folklore-Tagen in Zermatt», blickt Leiter Peter Jöri zurück. «Unaufhaltsam ist aber die Zeit gekommen, die Formation aufzulösen», fährt er fort.

«Der Altersdurchschnitt von 78 Jahren sowie gesundheitliche Beschwerden, die beispielsweise eine musikalische Begleitung in forschem Marschtempo nicht mehr erlauben, zwingen uns dazu. Wir dürfen aber auf viele Jahre schöner Musikantenkameradschaft zurückblicken», sagt Jöri. Zuletzt haben Hans Imfeld, Hans Wallimann, Glaisi Imfeld, Paul Wallimann, Max Äschlimann, Heiri Wallimann, Sepp Wallimann, Paul Kiser und Peter Jöri in der Formation gespielt. Zu den früheren Mitgliedern, die zum Teil verstorben sind, gehörten Josef Lüthold, Josef Röthlin, Roby Meier sowie Edy Wallimann.

Gut besuchter Gottesdienst

«Da und dort wird bestimmt eine Träne zum Abschied fliessen», meinte der Alpnacher Pfarrer Thomas Meli in seinen Dankesworten an die Neunermusik am Schluss des Gottesdienstes, verbunden mit einer Taufe. In Anbetracht des fortgeschrittenen Alters müsse man aber Verständnis für den Entscheid der Musikanten haben.

Diesem Dank schloss ich Korporationspräsident Walter Hug an. In seiner Grussbotschaft an die über hundert Gottesdienstbesucher ging er auch kurz auf den damaligen, unmittelbaren Anlass zum Bau der 1969 eingeweihten Bergkapelle zu Ehren von Bruder Klaus ein: Es handelt sich um den völlig unerwarteten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche auf der Feldalp im Juli 1962, die sich dann aber glücklicherweise nicht weiter ausbreitete.

Vor zwei Jahren führte die Neunermusik auch den Einzug an der Älplerkilbi in Kägiswil an. (Bild Robert Hess, 28. Oktober 2017)

Vor zwei Jahren führte die Neunermusik auch den Einzug an der Älplerkilbi in Kägiswil an. (Bild Robert Hess, 28. Oktober 2017)

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