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ALPNACH/SACHSELN: Die Solarstromleistung in Obwalden steigt weiter

Auf den Dächern der Fanger Kies + Beton AG ist eine neue Fotovoltaik-Anlage in Betrieb gegangen. Die Alpnach-Sonnenstrom AG baut damit ihr Leistungsvolumen weiter aus.
Martin Uebelhart
Auf drei Hallen der Firma Fanger steht die jüngste Anlage der Alpnach-Sonnenstrom AG. (Bild: BE Netz AG/PD)

Auf drei Hallen der Firma Fanger steht die jüngste Anlage der Alpnach-Sonnenstrom AG. (Bild: BE Netz AG/PD)

Seit kurzem ist eine Fotovoltaik-Anlage auf den Dächern der Gebäude des Element- und Recyclingwerks Fanger Kies + Beton AG in Sachseln in Betrieb. Sie umfasst eine Modulfläche von 4250 Quadratmetern und hat eine Leistung von rund 700 Kilowatt Peak (kWp, maximale Leistung). Rund 605 000 Kilowattstunden Strom soll sie pro Jahr liefern. Laut einer Mitteilung der BE Netz AG ist die Anlage die grösste ihrer Art im Kanton Obwalden. Die Firma aus Ebikon ist spezialisiert auf Strom und Wärme aus der Sonne, beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und hat die Anlage im Auftrag der Alpnach-Sonnenstrom AG geplant und gebaut.

Die konstruktive Lösungsfindung des Fachplaners (BE Netz AG), der Investorin (Alpnach- Sonnenstrom AG) und der Gebäudebesitzerin (Fanger Kies + Beton AG) zeige auf, wie effizient der solare Anteil im Strommix ausgebaut werden könne, schreibt die BE Netz AG weiter. So ergänzten sich vermehrt die natürlichen Ur-Ressourcen aus Wasser und Sonne im Obwaldner Strommix und unterstützten die lokale Wertschöpfung und die klimafreundliche Energieversorgung im Kanton

Insgesamt eine Fläche von 50000 Quadratmetern

Hinter der Investorin Alpnach- Sonnenstrom AG steht das Stanser Ehepaar Theres und Walter Odermatt. Sie ist Verwaltungsratspräsidentin, er der Initiant und «Techniker». «Wir mieten uns auf Dachflächen ein und errichten dort Fotovoltaik-Anlagen», erklärt Walter Odermatt das Geschäftsmodell im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Strom werde anschliessend ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Es ist nicht die erste Fotovoltaik-Anlage der Alpnach-Sonnenstrom AG. Seit dem Start hat die Firma einen Anlagepark mit einer Fläche von gegen 50000 Quadratmetern in den Kantonen Obwalden, Uri und Luzern errichtet. Das Leistungsvolumen aller Anlagen in Obwalden beträgt 2,2 MWp. Sie produzieren 2000 MWh Solarstrom – genug, um gegen 500 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen.

Im Fall der neusten Anlage sei die Firma Fanger auf ihn zugekommen mit der Idee, die Dachfläche der drei Hallen auf dem Gelände an der Grenze zu Giswil zur Verfügung zu stellen. Eine Art der Kontaktnahme, die immer mal wieder vorkomme, sagt Odermatt. Die Alpnach-Sonnenstrom AG habe sich inzwischen einen gewissen Namen erarbeitet. «Wir sind nicht extrem am Suchen von Standorten», meint er.

Auf die Idee mit den Solaranlagen war er 2008 gekommen, als die in der Schweiz kosten­deckende Einspeisevergütung (KEV) beschlossen worden ist. Diese entschädigt Produzenten von Strom aus Wind-, Kleinwasserkraft, Biomasse, Fotovoltaik oder Geothermie mit einem garantierten Vergütungstarif für den ins Netz eingespeisten Strom. «Damals fand ich, dem müsse man nachgehen, das wäre eine Sache für die Zukunft», sagt der 71-Jährige. Inzwischen sind Odermatts mit viel Herzblut bei der Sache. «Dabei sind wir immer abhängig von den notwendigen Bewilligungen», betont Walter Odermatt. Was nicht immer gleich einfach sei: Bei einem aktuell geplanten Projekt in einer ähnlichen Grössenordnung wie jenem in Sachseln habe sich der dort zuständige kantonale Denkmalpfleger eingeschaltet.

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@obwaldnerzeitung.ch

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