ALPNACHSTAD: Schwermetalle bleiben im Boden liegen

Trotz überschrittener Grenzwerte im Boden bei der Absturzstelle eines Kampfjets am Lopper: Es bestehen keine Gefahren, sagen Experten.

Geri Wyss
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Ein Angehöriger der Armee beim Räumen der Absturzstelle im Februar. (Bild Adrian Venetz)

Ein Angehöriger der Armee beim Räumen der Absturzstelle im Februar. (Bild Adrian Venetz)

Wie stark ist der Boden im Gebiet Telli ob Alpnachstad belastet? Und wie gross ist die Gefahr, dass Schadstoffe in den Alpnachersee gelangen? Auf diese und weitere Fragen geht die Firma Geotest in einem Untersuchungsbericht ein, welche auch Bodenproben auswerten liess. Der Bericht, welche die altlastenrechtliche Situation untersucht hat, liegt unserer Redaktion vor. Aufgrund der Tatsache, dass Wasser aus dem Absturzgebiet durch den karsthaltigen Untergrund in den Alpnachersee fliessen kann, wurde diesem Aspekt besonders Rechnung getragen.

Kohlenwasserstoffe und Metalle

In den Bodenproben zeigten sich deutliche Rückstände von Kohlenwasserstoffen. Auch Schwermetalle sind nachgewiesen worden. Beim Zink lag die Konzentration klar über den Richtwerten. Bei den herausgelösten Schadstoffen der Bodenproben fallen Ammonium und Antimon am stärksten ins Gewicht. Die Grenzwerte der Altlastenverordnung sind bei diesen Stoffen um bis zum Sechsfachen überschritten.

Gemäss Alain Schmutz wird der Kanton das Gebiet als belasteten Standort ausweisen. Es bestehe jedoch kein Bedarf, das Gebiet zu überwachen oder zu sanieren. Auch das Büro Geotest folgerte: Nach umfangreicher Abklärung geht weder für Mensch noch Umwelt eine Gefährdung vom Gebiet aus.