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Alters- und Pflegeheime sind in Ob- und Nidwalden gut ausgelastet

Zu über 97 Prozent sind die 14 Alters- und Pflegeheime im Durchschnitt belegt. Das zeigt die statische Auswertung für das Jahr 2017.
Martin Uebelhart
Das Felsenheim in Sachseln. (Symbolbild: Corinne Glanzmann)

Das Felsenheim in Sachseln. (Symbolbild: Corinne Glanzmann)

Anfang 2017 verfügten die sieben Alters- und Pflegeheime im Kanton Nidwalden über 472 stationäre Plätze für Pflege und Betreuung. Bei den sieben Heimen in Obwalden waren es 433. Das zeigen die jüngsten Zahlen von Lustat Statistik Luzern, das im Auftrag der Zentralschweizer Kantone entsprechende Auswertungen erstellt. Die mittlere Auslastung der Heime lag in beiden Kantonen bei über 97 Prozent.

6 Prozent der Obwaldner Bevölkerung in der Altersgruppe über 65 Jahre lebte vergangenes Jahr in einem Alters- und Pflegeheim. In Nidwalden waren es 5,4 Prozent. Der Anteil liegt damit in beiden Kantonen unter dem Zentralschweizer Durchschnitt, der bei 6,4 Prozent liegt. Mit dem Alter steigt der Anteil. Die Hälfte der über 95-Jährigen lebt in einem Heim, wie Lustat in einer Medienmitteilung schreibt.

Zahl der Eintritte ist von den Austritten abhängig

Im vergangenen Jahr wurden in den Obwaldner Heimen 218 Eintritte verzeichnet, 29 weniger als 2016. 40 Prozent der Eintritte erfolgten für einen Kurzaufenthalt zur Entlastung, als Übergangslösung oder Ferien, was im Vorjahresvergleich ebenfalls einem Rückgang entspricht (2016: 106; 2017: 88). Im Kanton Nidwalden zeigte sich bei den Kurzeintritten eine Zunahme von 32 Prozent, während die Gesamtzahl der Eintritte mit 266 fast gleich blieb.

Die statistischen Werte bedeuteten jedoch nicht, dass die Leute weniger ins Heim gingen, ergänzt Therese Meierhofer, Präsidentin von Curaviva Obwalden. «Wir haben im Kanton Obwalden eine wachsende Zahl hochbetagter Menschen, aber eine gleichbleibende Zahl Pflegeheimbetten, was die sinkende Prozentzahl erklärt.» Zudem hänge die Zahl der Heimeintritte von der Zahl der Austritte ab, also von den Todesfällen, die in einem Jahr gehäuft auftreten und in einem anderen unterdurchschnittlich sein könnten. Die Obwaldner Betagteninstitutionen seien sehr gut belegt, und es bestünden Wartelisten.

Diese Feststellungen träfen auch auf den Kanton Nidwalden zu, sagt Karen Dörr von der Gesundheits- und Sozialdirektion. «Die Leute werden einerseits immer älter, anderseits bleiben sie auch länger gesund und setzen, wenn Pflege notwendig wird, vor einem Heimeintritt auf Dienste wie die Spitex», hält sie fest.

In den Nidwaldner Heimen wurden rund 168 000 Heimtage in Rechnung gestellt, 14 000 Tage mehr als 2011. Der Anteil der Tage mit einem sehr hohen Pflegeaufwand (Pflegestufen 8 bis 12, über 141 Minuten pro Tag) nimmt seit 2014 zu und betrug 22 Prozent. In Obwalden lag der Anteil bei 16 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als 2016. Fakturiert wurden rund 154 500 Tage, fast 3800 Tage mehr als 2011.

In Obwalden waren in den Heimen durchschnittlich 464 Vollzeitstellen besetzt, zwölf mehr als im Vorjahr, in Nidwalden waren es mit 445 neun Stellen mehr als 2016.

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