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Am Brünig führt kein Weg am Cheli vorbei

Was während 125 Jahren Brauch war, konnte auch am Jubiläumsschwinget nicht anders sein: Der Weg in die imposante Arena ist mit mindestens einem Cheli gepflastert.
Robert Hess
Auch wenn die Zuschauer nicht solche Anstrengungen wie die Schwinger auf sich nehmen müssen: Die Verpflegung über den ganzen Tag ist ein wichtiger Punkt. (Bild: Robert Hess (Brünig, 29. Juli 2018))

Auch wenn die Zuschauer nicht solche Anstrengungen wie die Schwinger auf sich nehmen müssen: Die Verpflegung über den ganzen Tag ist ein wichtiger Punkt. (Bild: Robert Hess (Brünig, 29. Juli 2018))

Die unvergleichliche Stimmung am Brünig-Schwinget drückt Lisbeth von Rotz aus, nachdem sie am Sonntag kurz nach 5.30 Uhr den ersten Gästen im Festzelt eine Runde Cheli serviert hatte. Sie ist auch im Berufsleben im Service tätig und «manchmal überlege ich mir, ob ich nächstes Jahr wieder auf den Brünig kommen soll», berichtet sie. Am Tag des Bergfestes sei diese Frage dann aber rasch beantwortet: «Es ist sooo schön an diesem Fest, die Stimmung, die Gäste – einfach alles», gerät sie in Schwärmen. Dann muss wieder in den Einsatz. Noch rücken die Festbesucher zwar nicht in Scharen an, nach und nach füllt sich aber das Zelt und bei diesem schönen Wetter werden auch die Tische draussen gut besetzt.

Lisbeth von Rotz serviert eine erste Tischrunde Cheli. (Bild: Robert Hess (Brünig, 29. Juli 2018))

Lisbeth von Rotz serviert eine erste Tischrunde Cheli. (Bild: Robert Hess (Brünig, 29. Juli 2018))

Anschwingen in der imposanten Arena ist um 8 Uhr – man hat für einmal Zeit, so dass der Weg zum Sitz- oder Stehplatz in der Arena kaum an mindestens einem Cheli vorbei führt. Selbstverständlich kann es auch ein Kaffee ohne geistigen Zusatz sein, doch der feine Duft von Cheli mit Träsch, Chrüter oder Zwetschgen macht sich im Zelt fast wie Weihrauch in der Kirche bemerkbar.

Einheimische Lieferanten berücksichtigen

«Rund 500 Liter Schnaps haben wir geliefert», bemerkt Sepp Bucher, Chef der Pilatus Getränke AG, in Alpnach. Dazu Most und Mineralwasser. Sepp Bucher beliefert heuer zum 33. Mal das Brünig-Schwinget und er schätzt, dass das OK wenn immer möglich Lieferanten der Region berücksichtigt. «Und alles ist von Festwirt Mathias Ming perfekt organisiert», lobt er.

Bereits um 4.30 Uhr ist auch die Küchenmannschaft für die Zubereitung des legendären «Spatz» eingerückt. Kurz von 5 Uhr legt Küchenchef Pius Furrer aus Ennetbürgen die ersten Rindfleischstücke ins kochende Wasser, welche die beiden Gehilfen Erich Gasser und Christoph Bürgi vorher in Kilo-Portionen geschnitten haben. Es sind total an die 300 Kilogramm von einem Lieferanten aus der Region. Der «Spatz» wird ab 11.30 Uhr im Festzelt serviert.

Fans von Florian Gnägi stossen damit frühmorgens auf einen erfolgreichen Tag an. (Bild: Robert Hess (Brünig, 29. Juli 2018))

Fans von Florian Gnägi stossen damit frühmorgens auf einen erfolgreichen Tag an. (Bild: Robert Hess (Brünig, 29. Juli 2018))

Zu einer Menüänderung wurde das private Wald-Küchenteam «Studhalters» aus dem Luzernischen gezwungen. Sie verwöhnen ihre Gäste seit Jahren mit Älplermagronen, die sie jeweils im Wald oberhalb der Arena über dem Feuer kochen. Bereits am frühen Morgen gaben sie mit einem Anschlag bekannt, dass Feuern diesmal wegen der Waldbrandgefahr verboten sei und sie deshalb am Mittag einen Wurstkäse-Salat servieren würden.

Die Dunkelheit bei Arbeitsbeginn der meisten der rund 200 Helferinnen und Helfer ist inzwischen einem prächtigen Sommertag gewichen. Der OK-Präsident Walter von Wyl kann in seinen Begrüssungsworten zum 125-Jahr-Jubiläum bekannt geben, dass «beim Anschwingen praktisch alle Sitz- und Stehplätze verkauft sind.» Und weil die meisten Brünigbesucher vor allem wegen des Schwingsports gekommen sind, hat sich inzwischen die Festwirtschaft im Vergleich zur Arena ziemlich entvölkert. Die Gegenbewegung wird im Verlauf des Tages aber noch mehrmals wieder einsetzen.

Erich Fankhauser und Florian Weyermann, von links, während dem 5. Gang auf dem Brünig. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Erich Fankhauser erbt den Sieg am 125. Brünigschwinget am Sonntag. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Kilian Wenger und Joel Wicki, von links, nach dem gestellten Schlussgang. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Remo Kaeser und Patrick Raebmatter, von links, während dem 4. Gang. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Philipp Gloggner und Matthias Aeschbacher, von links, waehrend dem ersten Gang beim 125 traditionellen Bruenigschwinget am Sonntag, 29. Juli 2018, auf dem Bruenig. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Die Schwingerarena auf dem Brünig. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 29. Juli 2018)
Gebannte Blicke der Zuschauer auf das Geschehen im Ring. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 29. Juli 2018)
Gebannte Blicke der Zuschauer auf das Geschehen im Ring. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 29. Juli 2018)
Der Giswiler Schwinger Benji von Ah (links) und Tobias Widmer vor dem nächsten Einsatz. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 29. Juli 2018)
Christian Stucki (oben) legt im 4. Gang Urs Doppmann auf den Rücken. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 29. Juli 2018)
Joel Wicki und Florian Gnaegi während dem 5. Gang. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 29. Juli 2018)
Der Schlussgang mit gestelltem Resultat: Kilian Wenger (oben) bei einem der wenigen Versuche, Joel Wicki zu bodigen. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, 29. Juli 2018)
Die Brünigarena zeigte sich bei diesem Wetter im Sonntagskleid. (Bild: Robert Hess, 29. Juli 2018)
Eine Ehrendame mit schönem Haarschmuck.(Bild: Robert Hess, 29. Juli 2018)
14 Bilder

Impressionen vom Brünig-Schwinget

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