Anhörung zur Schutzplanung von Obwaldner Auen geht in zweite Runde

Wie sollen die Auen Laui und Steinibach geschützt werden? Die Regierung ging über die Bücher.

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Blick von der Panoramastrasse auf die Laui in Giswil. (Bild: Adrian Venetz, 23. Dezember 2014)

Blick von der Panoramastrasse auf die Laui in Giswil. (Bild: Adrian Venetz, 23. Dezember 2014)

(pd/mst) Die Auen Laui und Steinibach sind im Bundesinventar der Auen von nationaler Bedeutung aufgeführt. Die Gebiete stehen unter Schutz und sind ungeschmälert zu erhalten. Der Kanton müsse für die Durchsetzung des Schutzes sorgen sowie Schutz- und Unterhaltsmassnahmen treffen, wie es in einer Mitteilung der Obwaldner Regierung heisst.

2014 gab der Regierungsrat eine Schutz- und Nutzungsplanung der beiden Auen Laui und Steinibach zur öffentlichen Auflage frei. Daraufhin bildete sich in der Bevölkerung Widerstand gegen die Unterschutzstellung der Auen. Über 250 Einsprachen wurden eingereicht, woraufhin der Kanton beim Bund ein Gesuch einreichte, um die beiden Auen aus dem Bundesinventar zu streichen. Dieses wurde 2017 vom Bundesrat abgelehnt.

Keine Ruhezonen für gefährdete Arten

In der Folge wurden die Schutz- und Nutzungsplanungen der beiden Auen neu erarbeitet. Involviert waren die Standortgemeinden Giswil und Sarnen sowie das Bau- und Raumentwicklungsdepartement, eine Arbeitsgruppe und Vertreter des Amts für Wald und Landschaft.

Die Verantwortlichen kommen zum Schluss, dass Hochwasserschutzmassnahmen in den Auen explizit realisiert werden können. Ruhezonen für gefährdete Arten sollen hingegen nicht eingerichtet werden. Zudem sollen laut dem Regierungsrat die im landwirtschaftlichen Kulturland vorgesehenen Pufferzonen redimensioniert werden.

Kanton stellt Entwurf öffentlich vor

Nun hat die Regierung diese überarbeiteten Schutz- und Nutzungsplanungen zur erneuten Anhörung freigegeben. Gemäss der Mitteilung ist die Regierung überzeugt, eine für alle beteiligten Kreise tragbare Lösung gefunden zu haben, die dem Ziel des Auenschutzes dient, den Anliegen der Grundeigentümer und der Bevölkerung gerecht wird und zudem Rechtssicherheit gewährleistet.

Am Mittwoch, 22. Mai, um 19 Uhr stellt das Bau- und Raumentwicklungsdepartement den Entwurf in der Kulturhalle des Schulhauses Giswil öffentlich vor. Die Anhörungsfrist läuft vom 10. Mai bis 10. Juni dieses Jahres. Die Unterlagen können unter www.ow.ch heruntergeladen werden.

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