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ARMEE: 1000 Offiziere kamen zum Rapport der neuen Territorialdivision 2 nach Alpnach

Die Kader der frisch gebildeten Territorialdivision 2 trafen sich am Freitag zum Jahresrapport. Rund 1000 Offiziere und höhere Unteroffiziere folgten dem Ruf ihres Kommandanten – zusammen mit einer Menge Politprominenz.
Kilian Küttel
Etwa 1000 Militärs und rund 150 Gäste nahmen am Rapport in Alpnach teil. (Bild: PD)

Etwa 1000 Militärs und rund 150 Gäste nahmen am Rapport in Alpnach teil. (Bild: PD)

Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

Freitagnachmittag, Flugplatz Alpnach, 14 Uhr. Ein Befehl geht durch Hangar Nummer 3: «Uniformierte, Achtung!» Auf Kommando schlagen 1000 Männer und Frauen ihre Hacken zusammen, legen die Arme an, stehen stramm. Ein Bild, das jeder kennt, der nur einen Tag im Schweizer Militär verbracht hat. Und doch ist es anders. Denn hier stehen keine Rekruten oder Soldaten, es ist weder RS noch WK. Nein. Es sind die Offiziere und höheren Unteroffiziere der Territorialdivision 2, die hier bewegungslos stehen. Gradabzeichen mit dünnen und dicken Balken, mit Winkeln und Edelweissen so weit das Auge reicht. Angesichts so viel militärischer Macht bekäme manch Rekrut das Fürchten: Leutnants, Majore und Korpskommandanten warten, bis sie Divisionär Hans-Peter Walser gemeldet werden – dem Kommandanten der neuen Territorialdivision 2.

Diese entstammte jüngst aus der Weiterentwicklung der Armee, kurz WEA. Die Begriffe der Armee sind ähnlich sperrig wie das Material, das ihre Soldaten mit sich tragen. Kurz erklärt: Per 1. Januar wurde das Schweizer Militär neu aufgestellt. Verbände und Abteilungen wurden getrennt, frisch zusammengelegt, reorganisiert. Alles mit dem Ziel, eine schnellere, agilere, besser einsetzbare Armee zu schaffen – eine Armee, die in der aktuellen Bedrohungslage funktionieren kann, sollte es zum Ernsteinsatz kommen.

Der Rapport war für die Männer und Frauen in Walsers Dienst der Startschuss in eine neue Ära. Ein Akt der Teambildung. Oder wie es der Divisionär im Gespräch sagt: «Die Kader sollen verstehen, dass wir eine Division, eine Einheit sind. Sie sollen sich kennen lernen, die Gesichter der neuen Kameraden sehen.» Die Idee fällt bei Walsers Leuten auf fruchtbaren Boden. Wie bei Matthias Fässler, 22 Jahre alt, Leutnant aus Schwyz: «Ich finde es sehr gut, dass man seine neuen Kameraden zu Gesicht bekommt. Wir arbeiten ja zusammen, also sollte man sich auch kennen.»

Armee soll 2018 regionaler werden

Hinter der WEA steckt nicht nur die Idee der besseren Einsatzfähigkeit. Ebenso will sich das Militär wieder regionaler verankern – ähnlich wie früher, als jeder Kanton seine eigenen Bataillone und Kompanien hatte. «Damals lag der Armeebestand bei gut 600 000 Mann. So etwas ist heute nicht mehr möglich, aber ja, wir möchten wieder in diese Richtung», konstatiert Walser.

Gut 8000 Mann gehören seit Neujahr Walsers Division an. Das Zuständigkeitsgebiet erstreckt sich von der Ranftschlucht bis zum Rheinknie; umfasst die sieben Kantone Luzern, Aargau, Solothurn, beide Basel sowie Ob- und Nidwalden. Deshalb ist ein Grossaufgebot kantonaler Politprominenz in Alpnach vertreten, wie die Luzerner Nationalrätin und Sicherheitspolitikerin Ida Glanzmann-Hunkeler (CVP), Nationalrat Thomas De Courten (SVP), Basel Landschaft, oder Regierungsrat Baschi Dürr (FDP), Basel-Stadt. Aber auch der Chef der Armee persönlich, Korpskommandant Philippe Rebord, macht der Territorial- division 2 mit einem Besuch seine Aufwartung.

«Die Akzeptanz ist seit je her hoch»

Es 14.10 Uhr. Die 1000 Armeeangehörigen sitzen mittlerweile, hören sich an, welche Gäste Divisionär Walser namentlich begrüsst. Während dieser gefühlten zehn Minuten kommt langsam Unruhe im Publikum auf. Dann tritt der erste Gastredner ans Pult. Es ist der Obwaldner Sicherheitsdirektor Christoph Amstad (CVP). Er spricht von der guten Zusammenarbeit zwischen Ob- und Nidwalden, von der Schönheit seines Kantons, und vom guten Verhältnis zwischen Obwalden und der Armee: «Die Akzeptanz für das Militär ist bei uns seit je her hoch.» Einerseits liege dies an den Standorten in Alpnach und auf dem Glaubenberg, andererseits an den guten Erfahrungen mit dem Militär. Als Beispiel nennt er die Einsätze während des Unwetters 2005.

Ebenfalls unter den Gästen ist der Obwaldner CSP-Nationalrat Karl Vogler. Auf dem Weg vom VIP-Bereich zum Hangar 3 betont auch er, wie wichtig ein gutes Verhältnis zwischen Militär und Bevölkerung sei: «Deshalb begrüsse ich es, dass mit der Weiterentwicklung der Armee vermehrt auf die regionale Verankerung Wert gelegt wird.»

Der Rapport erstreckt sich über mehrere Stunden. Mehrere Stunden, in denen Grussbotschaften überbracht, Geschenkkörbe verteilt, Erwartungen und Ziele kommuniziert werden. Es ist wie an einer Generalversammlung, bei der die Mitglieder nicht abstimmen, lediglich applaudieren dürfen. Am Ende wird die Division ihrem Kommandanten abgemeldet. 1000 Männer und Frauen erheben sich, schlagen die Hacken zusammen, legen die Arme an. Und stehen stramm.

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