ASYLSUCHENDE: Die Suche nach Wohnungen verläuft harzig

Die starke Zunahme der Zahl Asylsuchenden bekommen auch Nid- und Obwalden zu spüren. Sie suchen deshalb Wohnungen.

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Der Platz für Asylanten wird auch in Obwalden knapp. Hier Asylsuchende im Asylbewohnerheim Sonnenhof in Emmenbrücke, Luzern. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Der Platz für Asylanten wird auch in Obwalden knapp. Hier Asylsuchende im Asylbewohnerheim Sonnenhof in Emmenbrücke, Luzern. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Bis zu 1600 Asylsuchende werden den Kantonen in den nächsten Monaten neu zugeteilt, teilte der Bund kürzlich den zuständigen kantonalen Stellen mit. In den Vorjahren lag die Zahl der Asylanträge im August jeweils zwischen 800 und 1000. Für das ganze Jahr rechnet das Bundesamt für Flüchtlinge mit rund 13'000 Gesuchen. Grund für die markante Zunahme ist der Ansturm von Flüchtlingen vor allem aus Afrika, bedingt durch Bürgerkriege oder andere Konflikte.

Zwei zusätzliche Unterkünfte sind in Aussicht
«Kein ?courant normal?, aber eine Feuerwehrübung war nicht notwendig», sagt Anton Pfleger, Leiter des Obwaldner Sozialamtes. Die Zunahme der Zahl Asylsuchender sei nicht so stark wie in Luzern. Dies, weil die Asylsuchenden den Kantonen nach einem Schlüssel im Verhältnis zur Bevölkerung zugewiesen werden. Der Kanton Obwalden muss demnach 0,5 Prozent der Asylsuchenden aufnehmen, das macht pro Monat zwischen 6 und 8 Personen statt der sonst üblichen 4 bis 6.

Momentan seien 113 Asylsuchende in den 22 Unterkünften untergebracht. Pfleger rechnet innerhalb von einem Jahr mit bis zu 200 Personen, die längerfristig untergebracht werden müssen. Um die Spitze zu brechen, habe der Kanton jetzt zwei zusätzliche Unterkünfte in Aussicht, je eine dauerhafte und eine provisorische. Das seien normale Wohnungen mit einem niedrigen Ausbaustandard. «Wir wollen die Leute nicht in abgelegene Ferienlager oder Militärunterkünfte stecken, denn die Kinder müssen einen vertretbaren Schulweg haben.»

Keine grösseren Probleme in Nidwalden
«Wir haben keine grösseren Probleme mit der grösseren Zahl der Asylsuchender, weil wir uns seit Monaten darauf eingestellt haben», sagt Roger Dallago vom Nidwaldner Amt für Asyl und Flüchtlinge. «Anfang Jahr hatten wir etwa 150 Asylsuchende, aktuell 170.» 50 bis 60 Plätze bietet die kantonale Unterkunft, der Rest der Asylsuchenden wird in privaten Unterkünften untergebracht. Nun muss der Kanton zusätzliche Wohnungen suchen. «Das ist ein Riesenchrampf, denn freie Wohnungen sind in Nidwalden Mangelware», so Dallago.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner Zeitung.