Asylzentrum macht Parteien Bauchweh

Ein Asylzentrum in der Truppenunterkunft «Kleine Schliere» in Alpnach: Der Entscheid des Bundes stösst teilweise auf Skepsis.

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Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

Truppenunterkunft Kleine Schliere in Alpnach. (Bild: Adrian Venetz / Neue OZ)

«Wir sind natürlich nicht glücklich darüber, dass der Bund uns einfach ein Asylzentrum aufzwingen kann, das mitten im Wohnquartier und ind er Nähe einer Schule liegt», äussert sich Reto Wallimann, Präsident der FDP Alpnach zu den Plänen des Bundes. Dieser will in der Truppenunterkunft «Kleine Schliere» ab Juni bis zu 100 Asylsuchende unterbringen.

Der Bund begründet den Schritt mit einem zusätzlichen Bedarf an Plätzen für die Unterbringung. Im Jahr 2013 hätten in der Schweiz rund 28'600 Personen ein Asylgesuch gestellt. Zudem dienten mehr Bundesunterkünfte auch der Verfahrensbeschleunigung. «Personen, deren Asylgesuche kaum Chancen auf Anerkennung haben, können vermehrt in den Bundeszentren untergebracht werden, bis ihre Gesuche erledigt sind. Auf diese Weise müssen weniger Asylsuchende auf die Kantone verteilt werden», schreibt der Bund auf unsere Anfrage.

Noch offen ist, welche Nationalitäten untergebracht werden und ob die Asylsuchenden vor allem Einzelpersonen oder Familien sind.

Standort «völlig ungeeignet»

«Mit Unverständnis» habe die CVP Alpnach die Meldung zur Kenntnis genommen. Die Partei sei der Ansicht, dass das Truppenlager aufgrund seiner Lage in unmittelbarer Nachbarschaft des Schulgeländes wie auch eines Wohngebietes völlig ungeeignet sei zur Unterbringung von Asylbewerbern. Es sei insbesondere dafür zu sorgen, dass den Asylbewerbern genügend geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten würden.

Matthias Piazza

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