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Auch die FDP Obwalden hat grosse Lust auf Sitz in Bern

Peter Krummenacher (CVP), der für die Nationalratswahlen im Oktober kandidiert, wird sich einer Kampfwahl stellen müssen. Die FDP und wahrscheinlich auch die SVP treten ebenfalls an.
Philipp Unterschütz
Eine Schulklasse auf Besuch im Bundeshaus. (Bild: Eveline Beerkirche, 3. September 2015)

Eine Schulklasse auf Besuch im Bundeshaus. (Bild: Eveline Beerkirche, 3. September 2015)

«Die Kandidatur von Peter Krummenacher wurde nicht von der Kantonalpartei initiiert», betont Bruno von Rotz, Präsident der Obwaldner CVP. Er sei aber als Parteipräsident über die Kandidatur (siehe Ausgabe von gestern) vorgängig vom Komitee, das Krummenacher nominiert hat, informiert worden. Ebenso unmissverständlich hält von Rotz fest, dass die CVP nicht mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen um die Nachfolge von Karl Vogler (CSP) steige, Krummenacher werde also nicht als offizieller Kandidat der CVP portiert. «Es ist aber klar, dass wir ihn unterstützen. Er entspricht mit seinem Leistungsausweis und den sprachlichen Fähigkeiten dem Profil, das wir im Januar für Kandidaten präsentiert haben.» Man werde alle Bewerber nach der Meldefrist, die am 2. September abläuft, an einer Parteiversammlung am 19. September anhören. Wegen der Ständeratswahl, bei der die CVP mit Erich Ettlin wieder antritt, verzichtet sie auf eine Kandidatur auch bei den Nationalratswahlen.

SVP sorgt weiterhin für Spannung

Die Obwaldnerinnen und Obwaldner werden aber im Oktober die Wahl zwischen verschiedenen Kandidaten für den Nationalrat haben. «Wir sind am Evaluieren geeigneter Kandidaten, weil wir es wichtig finden, dass mit Blick auf die Sitzverteilung wieder einer der beiden Sitze in Bundesbern in FDP-Hand ist», sagte FDP-Präsident Hans-Melk Reinhard im Januar. Man sei weitergekommen, bestätigte er nun auf Anfrage. «Wir haben einen geeigneten Kandidaten gefunden und werden mit Sicherheit antreten.» Ende Monat werde man den Namen öffentlich bekannt geben, am 12. Juni sei dann die Nominationsversammlung. «Es ist ein guter und verheissungsvoller Kandidat. Wir freuen uns auf den interessanten Wahlkampf.»

Ebenfalls bei den Wahlen antreten wird, wie bereits angekündigt, die SVP. «Mit zwei Obwaldner Bundesparlamentariern aus der CVP/CSP-Fraktion ist mehr als die Hälfte der Obwaldner Bevölkerung in Bern nicht angemessen vertreten», sagte Parteipräsidentin Monika Rüegger im Januar. Daran habe sich nichts geändert. Noch will die Partei aber die Katze nicht aus dem Sack lassen, ob man für beide Kammern mit Kandidaten antritt oder nicht. Nur so viel lässt Monika Rüegger verlauten: «Wir haben mehrere mögliche Kandidaten. Nach einem Auswahlverfahren werden wir an der Nominationsversammlung am 14. Juni entscheiden, wie und mit wem wir antreten.»

Kein Kommentar gibt die Parteipräsidentin auch zum Sarner Gemeinde- und Kantonsrat und Landwirt/Agronom Peter Seiler ab, der im Januar selber eine Kandidatur nicht ausschloss.

CSP und SP bringen keine eigenen Kandidaten

Damit abgefunden, dass sie ihren Sitz abgeben muss, hat sich die CSP. «Zwar hätten wir geeignete Leute, es hat sich aber niemand bereit erklärt, für das Amt zu kandidieren», erklärt Kantonalpräsident Josef Stalder auf Anfrage. Als kleinere Partei hätte man aufgrund der Wählerzahl ohnehin nicht Anspruch auf den Nationalratssitz und Unterstützung von den anderen Parteien gebraucht. «Unser Anliegen ist es, dass der künftige Nationalrat das ganze Obwaldner Volk vertritt, unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit. Wir möchten keinen Parteisoldaten.» Die CSP werde alle Kandidaten einladen und dann entscheiden, wen sie unterstütze.

Ebenfalls nicht antreten wird die SP. «Es hat sich niemand zur Verfügung gestellt», sagt Guido Cotter, Co-Präsident der Kantonalpartei. Auch die SP werde mit den Kandidaten das Gespräch suchen und ihre politischen Positionen eruieren. «Dann werden wir entscheiden, ob wir jemanden unterstützen und wen.» Die Parole wolle man wenn möglich im August fassen.

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