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«Auch Dinosaurier hatten Zecken»

Zeckenspezialist Werner Tischhauser hat bei der Naturforschenden Gesellschaft Ob- und Nidwalden über Zecken referiert. Dabei zeigte er auch Bewunderung für die Tiere.
Eine Zecke auf einem Farnblatt. (Bild: PD)

Eine Zecke auf einem Farnblatt. (Bild: PD)

(pd/mst) Im Anschluss an die Generalversammlung der Naturforschenden Gesellschaft Ob- und Nidwalden am vergangenen Freitagabend im Peterhof Sarnen hielt Zeckenspezialist Werner Tischhauser von der ZHAW Wädenswil einen Vortrag über Zecken. Die Tiere würden sich seit 99 Millionen Jahren durchsetzen und besiedelten heute mit weltweit 900 Arten die Erde, erklärte er laut einer Mitteilung. Sie hätten eine Fähigkeit besonders perfektioniert: Geduld. Denn Zecken würden sich nämlich weder gut fortbewegen noch jemanden anspringen können. Deshalb müssten sie in der Vegetation warten, bis ein Opfer sie dort abstreift.

Werner Tischhauser (Bild: PD)

Werner Tischhauser (Bild: PD)

Tischhauser sähe die Zecken gern neben all den freundlichen Waldtieren in den Bilderbüchern für Kleinkinder abgebildet. «Denn auch die weniger netten Seiten der Natur gehören dazu.» Panik sei keine Lösung, sondern es gelte, zu einem entspannten Umgang zu finden, der einem den Aufenthalt in der Natur nicht vermiese. Ja, Zecken können Krankheiten übertragen, hielt er fest. Allerdings würden lange nicht alle Zecken Krankheitserreger tragen. Ausserdem könne man etwas tun, um das Risiko zu vermindern. Neben langen Kleidern, Anti-Zecken-Spray und FSME-Impfung empfiehlt er, den Körper routinemässig nach Zecken abzusuchen. Als Abendritual solle man etwa die Kinder und sich selbst gründlich inspizieren.

Hilfreich ist gemäss dem Schreiben auch die von Tischhauser entwickelte Zecken-App, und zwar gleich in doppelter Hinsicht. Einerseits trage man mit dem Registrieren eines Zeckenstichs zur besseren Datengrundlage bei. Andererseits erinnere einen die App in Abständen daran, die Einstichstelle und eventuelle Symptome zu kontrollieren. Sie erhöhe damit die Chance, eine Krankheit früh zu erkennen.

Auf Vereinsjahr zurückgeblickt

Zum Zeckenvortrag hatte die Naturforschende Gesellschaft Ob- und Nidwalden Nagon eingeladen. Sie hielt vor dem Vortrag ihre 24. Generalversammlung ab. Die Organisation blickte auf ein erfreuliches Vereinsjahr 2018 zurück, wie es in der Mitteilung heisst. Mit den Veranstaltungen, von Wildbienenexkursion über Pilz- und Geologiekurse bis Sternenbeobachtung, habe sie ihr Ziel verfolgt, naturwissenschaftliche Themen unter die Leute zu bringen.

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