Auch Obwalden für Aufhebung der PHZ

Als letzter Kanton hat am Freitag Obwalden der Aufhebung des Konkordates über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ) zugestimmt. Damit verschwindet diese Ende Juli 2013; die drei Teilschulen werden selbständig weitergeführt.

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Die Teilschulen (im Bild die PH in Goldau) werden selbstständig weitergeführt. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Die Teilschulen (im Bild die PH in Goldau) werden selbstständig weitergeführt. (Bild: Laura Vercellone/Neue SZ)

Auslöser der Aufhebung war der Kanton Luzern mit seinem Austritt aus dem Konkordat. Er wollte der komplizierten Trägerschaft der PHZ ein Ende machen und seine Teilschule, die grösste der drei, selbständig führen. Die Weiterführung des Konkordates war danach nicht mehr sinnvoll.

Die Kantone Zug, Schwyz, Uri, Nidwalden und Obwalden waren zwar über das Vorgehen Luzerns verärgert, haben daraufhin aber die Aufhebung des Konkordats beschlossen. Die bisherigen Teilschulen in Luzern, Zug und Goldau werden nun selbständig weitergeführt.

Enttäuscht über Alleingang Luzerns

Im Obwaldner Kantonsrat zeigte man sich am Freitag enttäuscht über den Alleingang Luzerns. Die Bildungsregion Zentralschweiz sei dadurch geschwächt worden und das sei eine schlechte Ausgangslage für die künftige Zusammenarbeit. Überdies verliere Obwalden seine Mitsprachemöglichkeit und könne keinen Einfluss mehr ausüben.

Gemildert wird die Enttäuschung durch den Umstand, dass Obwalden finanziell besser fährt. Der Kanton muss für die Studierenden heute höhere Beiträge bezahlen als künftig im Rahmen der Fachhochschulvereinbarung (FHV).

Laut Regierung macht das jährlich gegen 450'000 Franken aus. Auch entsteht für Studierende aus Obwalden kein Nachteil; sie haben nach wie vor uneingeschränkten Zugang zur Ausbildung.

Der Kantonsrat stimmte der Aufhebung des PHZ-Konkordats einstimmig zu.

sda