Auf dem Ristis ob Engelberg beginnt ein neues Zeitalter

Nach dreimonatiger Bauzeit ist der Umbau des Bergrestaurants Ristis praktisch abgeschlossen. Davon haben nicht nur die Gäste etwas, sondern auch die Umwelt.

Matthias Piazza
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Das umgebaute Bergrestaurant auf dem Ristis. (Bild: Nadia Schärli, Engelberg, 27. Juni 2019)

Das umgebaute Bergrestaurant auf dem Ristis. (Bild: Nadia Schärli, Engelberg, 27. Juni 2019)

«Eine gelungene Kombination von Tradition und Moderne.» – «Nur schon der Eingang ist viel einladender.» Solche Echos höre er von den Gästen immer wieder, wenn sie das modernisierte Restaurant betreten würden, freut sich Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen Engelberg AG, welche das Berglodge-Restaurant Ristis verpachtet. In den vergangenen drei Monaten wurde es für 3,2 Millionen Franken komplett saniert. «Das ist für uns ein Quantensprung», meint Thomas Küng zu der ersten Totalsanierung dieses im Jahr 1963 erbauten Hauses. In den vergangenen Jahren habe man immer nur häppchenweise saniert.

Der neue Selbstbedienungsbereich. (Bild: Nadia Schärli, Engelberg, 27. Juni 2019)

Der neue Selbstbedienungsbereich. (Bild: Nadia Schärli, Engelberg, 27. Juni 2019)

Dem Restaurant wurde ein neues Erscheinungsbild mit viel Holz verpasst. «Jetzt haben wir einen Selbstbedienungsbereich, der den Namen auch verdient», hebt Thomas Küng eine Neuerung hervor. Auch die tief hängenden Decken wurden entfernt, was den Raum nun viel heller und grosszügiger macht. Grosse Fenster machen den Blick auf die Berge frei. Für die Kinder entstand eine Spielecke. Aus dem Kiosk wurde ein Laden. Ein Saal mit Platz für bis zu 250 Personen ermöglicht grössere Bankette und Generalversammlungen.

Christoph Braschler, Leiter Gastronomie (links) und Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen, auf der Sonnenterrasse des Restaurants. (Bild: Nadia Schärli, Engelberg, 27. Juni 2019)

Christoph Braschler, Leiter Gastronomie (links) und Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen, auf der Sonnenterrasse des Restaurants. (Bild: Nadia Schärli, Engelberg, 27. Juni 2019)

Angebotsergänzung zur Bahn

«Das Berghaus mit sieben Zimmern, dem neuen Restaurant und der schönen Sonnenterrasse ist eine wertvolle Angebotsergänzung zur Bergbahn. Die Angebote befruchten uns gegenseitig», sagt Thomas Küng.

Mit der Erneuerung seien die Brunnibahnen nicht nur in Sachen Gästebetreuung auf dem Ristis wieder auf der Höhe der Zeit. «Auch punkto Ökologie setzen wir neue Massstäbe», erzählt Thomas Küng stolz. Die Gebäudehülle wurde energetisch saniert, bei den Eingängen verhindern nun Schleusen mit zwei Türen, dass Wärme entweicht. «Die Solarziegel mit einer Leistung von bis zu 100 Kilowatt liefern im Jahresschnitt mehr Strom, als das Haus braucht. Der überschüssige Strom fliesst ins öffentliche Netz.»

Letzte Arbeiten sind noch im Gange

Heizen mit Öl gehört auch der Vergangenheit an: Holzpellets sorgen für die richtige Wärme. «Wir sind wohl eines der ersten Berggasthäuser mit einer so guten CO2-Bilanz.»

Auch wenn am vergangenen Samstag die Wiedereröffnung des Bergrestaurants gefeiert wurde, sind die Gerüste noch nicht ganz abgebaut. «Der harte Winter mit dem schneereichsten Mai seit 80 Jahren hat unseren ehrgeizigen Zeitplan etwas auf die Probe gestellt. Am Dach und an der Fassade sind die Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen. Die Gäste beeinträchtigt dies aber nur wenig», so Küng.