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Auf dem Titlis soll ein neuer Prestigebau entstehen

Die renommierten Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron erarbeiten ein Gesamtkonzept für den Titlis. Das Projekt soll den «Blick der ganzen Welt» auf den Gipfel lenken.
Philipp Unterschütz
Für den Titlisgipfel erarbeiten Herzog & de Meuron ein Konzept, das auch den Kommunikationsturm (links oben im Bild) einbezieht. (Bild: PD)

Für den Titlisgipfel erarbeiten Herzog & de Meuron ein Konzept, das auch den Kommunikationsturm (links oben im Bild) einbezieht. (Bild: PD)

Wer die weltbekannten Basler Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron engagiert, hat Grosses vor. Die Elbphilharmonie Hamburg mit ihrer mächtigen Glaswelle, der St. Jakob-Park Basel, die Allianz Arena München und das Nationalstadion «Vogelnest» in Peking, der Roche-Turm Basel oder auch das Hotel Astoria in Luzern – das Architekturbüro Herzog & de Meuron steht für Spektakuläres. Für Bauwerke, die in der ganzen Welt wahrgenommen und bewundert werden. Auch im Alpenraum haben die Architekten mit der Bergstation auf dem Chäserrugg im Toggenburg schon ein Zeichen gesetzt. Nun arbeiten sie auch für die Titlisbahnen und erstellen ein Gesamtkonzept für den Gipfel.

«Leuchtturmprojekte» nennen Touristiker ambitionierte Vorhaben gerne. Und ein solches dürfte voraussichtlich Mitte August an einer Medienkonferenz von Herzog & de Meuron der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. «Der Titlisgipfel ist für unser Unternehmen der wichtigste Ort, deswegen verdienen wir letztlich das Geld», erklärt Norbert Patt, CEO der Titlisbahnen, warum man die Stararchitekten ins Boot geholt hat. «Den Titlisgipfel müssen wir nachhaltig gestalten. Wenn wir das falsch machen, verbauen wir uns die Zukunft.» Man wolle ein Projekt mit weltweiter Strahlkraft realisieren. «Der Name Titlis soll in die Welt hinausgetragen werden», so Patt.

Es gehe dabei aber nicht in erster Linie um optische Elemente. «Ebenso wichtig sind die ganzen Abläufe und das Schaffen einer einzigartigen Wohlfühlatmosphäre für unsere Gäste», betont Norbert Patt.

Neubau muss unter Betrieb entstehen

Im Februar 2017 hatte der Verwaltungsrat der Geschäftsleitung um CEO Patt den Auftrag gegeben, einen Masterplan für den Titlis-Gipfel zu erarbeiten. Dies vor dem Hintergrund, dass die 1967 erbaute Bergstation nach etlichen An- und Umbauten langsam aber sicher das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Laut Norbert Patt beinhaltet der Masterplan, auf dem letztlich auch das Konzept von Herzog & de Meuron basiert, vier Elemente: Die Nutzung des Kommunikationsturms auf dem Gipfel, eine direkte Verbindung zwischen Turm und Station, Umbau der Bergstation und die zusätzliche Erschliessung des Gipfels mit einer einfachen Materialbahn, die in Notfällen auch für Personentransporte eingesetzt werden könnte. «Wir haben auch eine Sanierung der Bergstation geprüft, kamen aber zum Schluss, dass wir uns damit nur neue Probleme schaffen würden.»

Ein Neubau ist beschlossene Sache. «Das Sockelgeschoss, also den Unterbau aus Beton, verwenden wir aber weiter. Der ist in gutem Zustand und ein Beispiel von höchster Ingenieurskunst», sagt Patt.

Es warten auch so noch zahlreiche anspruchsvolle Herausforderungen bei solch einem Bau im Hochgebirge. «Wir können den Gipfel ja nicht monatelang schliessen, also müssen wir unter Betrieb bauen.» Auch die notwendigen Verfahren sind zahl- und umfangreich. Unter anderem muss sich noch zeigen, wie das Bewilligungsverfahren auf dem Gipfel konkret abläuft. Die künftige Bergstation wird nämlich neu teilweise auch auf Berner Boden liegen.

Zeitlich gehe man heute davon aus, dass es Grössenordnung 2024 wird, bis alles realisiert sei, meint Norbert Patt.

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