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Auf dem Landenberg gibt's dieses Jahr viel Kultur

Ein Unplugged-Festival, also ohne wesentliche elektronische Verstärkung, will ein Team von acht Obwaldnern im August auf den Landenberg bringen. Das Geld dafür soll per Crowdfunding zusammenkommen. Schliesslich soll neben dem 3. Rapattack-Festival auch erstmals eine Comedy-Night stattfinden.
Marion Wannemacher
Simon Rohrer (links) und Christian Isler organisieren auf dem Landenberg ein Musikfestival. (Bild: Marion Wannemacher, Sarnen, 22. März 2019)

Simon Rohrer (links) und Christian Isler organisieren auf dem Landenberg ein Musikfestival. (Bild: Marion Wannemacher, Sarnen, 22. März 2019)

«Wir wollen ein Musikfestival auf dem Landenberg machen, das mit seinem Ambiente zum Verweilen einlädt», erzählt Christian Isler, OK-Präsident des Landäbärg Unplugged Festival. «Wir wollen die Stimmung vom Landenberg mit seiner einmaligen Aussicht vermitteln, der eine spezielle Geschichte hat und ein Treffpunkt für Obwalden ist.»

Isler erklärt den Begriff «unplugged», bei dem die Musiker im Wesentlichen auf elektronische Verstärkung verzichten. «Dadurch entsteht eine viel grössere Nähe zum Künstler, eine viel direktere und ursprünglichere Musik.» Für die meisten Musiker sei das eine Herausforderung, auf die Technik zu verzichten und brauche eine sehr gute Vorbereitung. «Die direkte Verbindung zum Publikum ist viel reduzierter und verzeiht weniger Fehler», sagt er. Ob es tatsächlich das erste Unplugged-Festival in Obwalden sei, kann der 28-Jährige nicht mit Sicherheit sagen. «Gehört habe ich bislang von keinem», so Isler.

Idee fürs Festival von drei ehemaligen Gymi-Kollegen

Hinter ihm steht ein Kernteam von sieben Obwaldnern zwischen 27 und 47 Jahren mit ganz unterschiedlichem beruflichem Hintergrund. Isler selbst hat Politikwissenschaften studiert und arbeitet im Bundeshaus in Bern als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei den Parlamentsdiensten. Mit Obwalden verbindet ihn immer noch viel.

Die Idee zum Festival stammt ursprünglich von ihm und zwei ehemaligen Gymi-Kollegen Fabian Britschgi und Patrick Berchtold. Musiker Jul Dillier aus Sachseln ist als musikalischer Leiter mit von der Partie. Der Giswiler Musikschullehrer Joe Meier zeichnet für die Musiktechnik verantwortlich. Komplettiert wird das OK-Team durch Simon Rohrer, Reto Kathriner und Mauro Casanova.

Welche Künstler bereits verpflichtet werden konnten, will der OK-Präsident noch nicht verraten. Lediglich den Namen der Sachsler Singer-Songwriterin Ishantu gibt er preis. «Es soll die hohe Qualität und stilistische Breite der Innerschweizer Musik zeigen», sagt Christian Isler.

Acht Auftritte sind geplant von Singer Songwriter bis volkstümlicher Musik, Jazz, Folk oder Rock. Alle Musiker sind aus Ob- oder Nidwalden und dem Raum Luzern. Ausser den einzelnen Acts sollen die Musiker Gelegenheit haben, zusammen aufzutreten. Alle angefragten Künstler seien vom Musikfestival Unplugged angetan gewesen.

Als Zielgruppe möchte das OK ein möglichst breites Publikum aus beiden Kantonen und Luzern ansprechen. Das Team strebt an die 700 Besucher an. Die Ticketpreise sollen bewusst günstig ausfallen. Unter 16-Jährige dürfen das eintägige Festival gratis besuchen, Erwachsene zahlen im Vorverkauf 25, an der Tageskasse 30 Franken. Für die Bewirtschaftung konnten die Festivalplaner lokale Partner wie Pastarazzi und die Kernser Bierbrauer Ponäly verpflichten. Natürlich hoffen alle auf schönes Wetter am 24. August. Ob das Festival bei Regen in die Landenberg-Gebäude zieht, oder ob sich eine Schlechtwetterlösung mit Überdachungen unter freiem Himmel findet, steht noch nicht fest. Auch ob die Bühne von einem Festival in Meggen gemietet oder möglicherweise selbst gezimmert wird, wird noch geklärt.

Damit das Konzert aber überhaupt zustande kommt, braucht das OK noch eine Summe von 8000 Franken. Deshalb hat es seit Montag ein Crowdfunding gestartet, das bis 9. Mai läuft. «Wir sind sehr zuversichtlich, dass das Geld zusammenkommt», sagt Christian Isler. Und falls das Festival ein Erfolg wird, heisse es voraussichtlich: Fortsetzung folgt.

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Auch eine Comedy-Night ist geplant

(mvr) Auf dem Landenberg soll es dieses Jahr neu auch eine Sarner Comedy-Night geben. Junge Komiker hätten in der Schweiz einen riesigen Aufschwung erlebt, schreiben die Organisatoren in einem Brief an potenzielle Sponsoren. Ihnen schwebt jemand wie Gabirano oder Zeki von Swissmeme vor, welche beide auf sozialen Medien eine sehr grosse Reichweite haben. Neben einem Comedian für das junge Publikum wolle man auch einen ansprechenden Namen für ältere Besucher finden.
Organisator ist der Verein mit einem Team aus acht guten Freunden, der 2018 schon das Rapattack-Festival veranstaltet hat. Dieser Hip-Hop-Anlass soll als einziger der Zentralschweiz am letzten Juli-Wochenende zum dritten Mal stattfinden, und zwar an zwei Tagen, samt Workshops für Kinder und Jugendliche. Man wolle mit beiden Anlässen die «wunderbare Kulisse» mit dem «einzigartigen Charme» nutzen.
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