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Aufgaben gehen Obwaldner Ärztevereinigung nicht aus

Seit zehn Jahren gibt es die Vereinigung niedergelassener Ärzte in Obwalden. Den Geburtstag feierte man an der jüngsten Generalversammlung.
Marion Wannemacher
Aufgeräumte Stimmung an der Jubiläums-Versammlung: Präsident Thomas Müller (links) mit Vizepräsident Martin Sigg. (Bild: Marion Wannemacher (Flüeli-Ranft, 16. Januar 2019))

Aufgeräumte Stimmung an der Jubiläums-Versammlung: Präsident Thomas Müller (links) mit Vizepräsident Martin Sigg. (Bild: Marion Wannemacher (Flüeli-Ranft, 16. Januar 2019))

Schwungvoll startete die Vereinigung «OW Cura – die Obwaldner Ärzte» im Hotel Paxmontana in ihre Jubiläumsfeier. Die Woodwinders, Band der Musikschule Sachseln, gestaltete unter Leitung von Martin Ledergerber das Rahmenprogramm des Abends. In einem Rückblick erinnerten die ehemaligen Präsidenten der Vereinigung, Bruno Dillier und Gregor Duss, an die vergangenen zehn Jahre. Von vornherein hielt Dillier als erster Präsident der Vereinsgeschichte fest: «Die OW Cura ist eine Erfolgsgeschichte, das dürfen wir sicher sagen.» Die Vertreterin der Unterwaldner Ärztegemeinschaft (Uwäg), Dagmar Becker, lobte die Obwaldner Vereinigung mit den Worten: «Hut ab für das, was ihr hier gemacht habt.»

Bei den Unterwaldnern kein positives Echo

Ursprünglich habe es die Gesundheitskommission Obwalden gegeben, erzählte Dillier, jedoch ohne Entscheidungskompetenz. Die Mediziner seien unter dem Namen «Stamm der Obwaldner Ärzte» zusammengekommen. Eine anfängliche Idee, einfach eine Sektion der Unterwaldner Ärztegesellschaft zu bilden, sei bei dieser nicht auf Gegenliebe gestossen, sodass sich die Obwaldner zu einer eigenen Vereinigung entschlossen. Am 8. September 2008 war schliesslich die Gründungsversammlung.

Nach dem Leitbild von OW Cura versteht sich der Verein als standespolitische Vertretung der Obwaldner Ärzte im Sarneraatal. Nach seinem Selbstverständnis ist er kompetenter Ansprechpartner für alle gesundheitspolitischen Fragen betreffend ambulanter medizinischer Versorgung. Von Anfang an habe es ein wichtiges Thema gegeben. «Die Einrichtung einer Notfallpraxis ist mit viel Herzblut entstanden und sicher eine der grössten Errungenschaften», betonte Gregor Duss, Gründungsmitglied und Präsident von 2010 bis 2017.

Am ersten Tag schon 28 Notfallpatienten

Wie wichtig diese Praxis im Spital für Obwalden war, sollte sich direkt zeigen: Gleich am ersten Tag, am 31. Oktober 2009, suchten 28 Patienten diese auf. Sie trug wesentlich zur Entlastung der niedergelassenen Ärzte bei: In einem ersten Schritt konnten diese das Notfalltelefon am Wochenende, später auch unter Woche in der Nacht abgeben.

Als weitere wichtige Aufgabe beschäftigte die Revision des Gesundheitsgesetzes die Ärztevereinigung von Anfang 2014 bis Ende 2016. Weitere Schwerpunkte, für die sich die OW Cura eingesetzt hat, waren die Gründung der Arbeitsgruppe Futurmedic, die sich für die Nachfolge von Ärzten im Kanton einsetzt, und die Möglichkeit der Praxis-Assitenzen, die Ärzten ermöglichen, auch in einer Hausarztpraxis zu schnuppern.

Stellungnahme gefragt zur Versorgungsstrategie

Dass dem Verein die Aufgaben nicht ausgehen, daran liess der amtierende Präsident Thomas Müller keinen Zweifel. Vor allem die Stellungnahme der OW Cura für die Vernehmlassung bis 8. April zur Versorgungsstrategie des Spitals werde sie in naher Zukunft beschäftigen, betonte er.

Müller sprach von verschiedenen Szenarien, die die OW Cura abwägen müsse. Vonseiten der GV-Teilnehmer war von einem «Déjà vu» aus dem Jahr 2005 die Rede, als es schon einmal um den Anschluss des Obwaldner-Kantonsspitals an Luzern ging. Am 1. April wird sich die OW Cura in einer ausserordentlichen GV mit dem Thema befassen. Den einzelnen Mitgliedern werden Fragebögen zugestellt, die der Vorstand auswerten wird. Bereits liessen sich gegenteilige Meinungen an der GV vernehmen. Um einen Konsens für eine Stellungnahme zu erreichen, müsse eine Zweidrittelmehrheit erzielt werden, hielt Müller fest.

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