Augenarzt: Oft ist Geduld gefragt

Zwei Praxen für zwei Kantone: Wer einen Termin beim Augenarzt will, braucht oft Geduld - oder weicht nach Luzern aus.

Drucken
Teilen
Ein Augenarzt untersucht eine Patientin. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Ein Augenarzt untersucht eine Patientin. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

«Mehrere Monate hätte ich warten müssen, bis ich in Obwalden einen Augenarzt-Termin bekommen hätte», berichtete jüngst ein Obwaldner Leser unserer Zeitung. Das dauerte ihm zu lange. Die Routineuntersuchung liess er schliesslich in Luzern durchführen. In der Tat: Im ganzen Kanton Obwalden gibt es nur eine einzige Augenarztpraxis - für rund 35'000 Einwohner. «Man kann fast von einer Unterversorgung in unserem Kanton sprechen», bestätigt denn auch Werner Gut, Leiter des kantonalen Gesundheitsamtes. «Für einen Kanton dieser Grösse bräuchten wir drei Praxen - das wäre optimal.»

Kanton hat keinen Einfluss

Viel Einfluss auf die Situation könne der Kanton aber nicht nehmen. Das Angebot an Augenärzten regle der freie Markt. «Auch wenn ein Potenzial an Patienten in Obwalden vorhanden wäre. Ob ein Augenarzt eine Praxis eröffnet, hängt wohl davon ab, ob sie rentiert. Die Tarife werden zwischen den Augenärzten und den Krankenkassen ausgehandelt. Der Kanton beschränkt sich darauf, die jeweiligen Taxpunkte zu genehmigen», sagt Werner Gut.

Von einem Behandlungsnotstand könne aber keine Rede sein, da man auch bei einem Luzerner Augenarzt seinen Termin wahrnehmen könne. Nun zeichnet sich aber eine Besserung ab. «Wir haben einen Interessenten in Aussicht.»

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.