Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

AUPNACH: Geniestreich genial

Sonst knapp mittelmässig, ist der Gemeinderat für einmal über sich hinaus gewachsen. Der Ohrengrübel bringt eine schelmisch-schlaue Tat ans Licht.
Genial multifunktional: Dieses Gerät dürfte Nachahmer über die Kantonsgrenzen hinaus finden. (Bild: Ohrengrübel)

Genial multifunktional: Dieses Gerät dürfte Nachahmer über die Kantonsgrenzen hinaus finden. (Bild: Ohrengrübel)

In den vergangenen Monaten hat der Alpnacher Gemeindewerkdienst Stunden um Stunden mit der Installation von Hundekotanlagen verbracht. Wie Pilze sind die Kästen aus dem Boden geschossen. «Pro je hundert Quadratmeter ein Hundescheisskasten», steht denn auch in den aktuellen Jahreszielen des Ge­meinderates.

In die Nase gestochen ist dem Ohrengrübel, dass an der Brünigstrasse einige Kästen montiert wurden, die neben dem Behälter für die roten Säckli noch einen Aschenbecher mit Kabel-Anschlüssen aufweisen. Auf Anfrage wollte Tattoo Schönemaa, Boss des Werkdienstes, keine Auskunft geben. «Habe keine Zeit, muss zum Büro-Hund schauen, fragen Sie meine Chef-Sekretärin», war er kurz angebunden. Auch Ursus Vögele winkte ab: «Ein laufendes Scheiss-Verfahren, ich darf nichts sagen! Und überhaupt», so bellte der Gemeindeschriftsteller weiter, «die ständigen laufenden Verfahren sind zum Kotzen und Davonlaufen, richten Sie das dem Gemeinderatsbösewicht Glasi-Hansi nur aus!»

Weil er aber wissen wollte, was da abgeht, versteckte sich der Ohrengrübel am folgenden frühen Morgen hinter dem Hydranten bei der Kleinen Schlierenbrücke, grad neben dem neuen Hundekotkasten. Kurz darauf rückten der gesamte Gemeinderat, Leute vom Kanton und vom Astra an. Dann setzte Werkchef Schönemaa – mit der Spezialantenne voraus – eine Mini-Super-Hightech-Kamera ins Loch des Hundekot-Aschenbechers und referierte: «Dieses raffiniert getarnte weltweit einzigartige Wunder-Radargerät, online mit der Polizeizentrale verbunden, haben wir im Keller des Gemeindehauses selber entwickelt.»

«Ein wahrer Geniestreich», plagierte er. «Damit kann Tempo 30 im Dorf als eine der flankierenden Massnahmen des A8-Vollanschlusses bereits vor der Volksabstimmung realisiert werden», ergänzte Gemeindepräsident Henry Gradenacker. «Allfälligen Aufsichtsbeschwerden sehen wir übrigens gelassen entgegen, wir haben inzwischen Routine.» (OG)

#mehinnovation

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.