Bahnlinie über Brünig öffnet früher als geplant

Die Bahnlinie über den Brünig ist ab Dienstag, 5 Uhr, wieder durchgängig befahrbar. Nach vier Tagen können die Aufräumarbeiten an der Nacht auf Dienstag abgeschlossen werden, einen Tag früher als geplant.

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Das vom Unwetter unterspülte Trassee der Zntralbahn auf dem Brünig. (Bild: Robert Hess/Neue OZ)

Das vom Unwetter unterspülte Trassee der Zntralbahn auf dem Brünig. (Bild: Robert Hess/Neue OZ)

Mitarbeiter der Zentralbahn und privater Gleisbau-Unternehmungen konnten in viertägiger Schichtarbeit die Gleise auf der verschütteten Bahnlinie über den Brünig räumen, neu einschottern sowie eine Brücke reparieren. Ab  Dienstag, 5 Uhr, verkehren die Züge wieder fahrplanmässig über den Brünig. Das ist ein Tag früher als geplant, wie die Zentralbahn am Montag mitteilten.

Schäden betragen 2 bis 3 Millionen Franken

Die vollständige Gleissanierung erfolgt im Rahmen der Unterhaltsarbeiten im November. Zudem wird eine präventive Sanierung der Bachläufe und Böschungen mit dem Kanton Obwalden geprüft. Während dem Unterbruch beförderten Bahnersatzbusse die Fahrgäste zwischen Giswil und Meiringen. «Das Buskonzept hat gut funktioniert und die Reisenden haben grosses Verständnis gezeigt», sagt Peter Bircher, Mediensprecher der Zentralbahn. Die Schäden am Bahntrassee werden auf zwei bis drei Million Franken geschätzt.

Am Donnerstag, 18. August 2011, kurz nach 20 Uhr, kam es nach einem heftigen Gewitter zwischen Giswil und Lungern zu mehreren Erdrutschen. Diese beeinträchtigten auch die Brüniglinie der Zentralbahn. Stark betroffen war der Zahnstangenabschnitt zwischen Giswil und Kaiserstuhl im Bereich des «Marchgrabens». Dort hatten rund 600 Kubikmeter Geröll das Gleis auf einer Länge von 50 Metern verschüttet. Zudem wurde das Trassee auf einer Länge von 150 Metern von Wasser unterspült. Auch beim «Schiessgraben» zwischen Kaiserstuhl und Lungern wurden Gleis und Trassee stark in Mitleidenschaft gezogen.

pd/zim