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Bald ein Abo für Medaillenfeiern in Engelberg

Das Klosterdorf kommt aus dem Feiern von erfolgreichen Sportlern nicht heraus. Am Freitag wurden die Seilzieher empfangen, welche mit Gold von den Weltmeisterschaften in Kapstadt zurückkehrten.
Beat Christen
Empfang der Seilzieher Engelberg am Freitag, 23.11.18 nach den Weltmeisterschaften in Kapstadt, wo sie Gold holten. Hinten Engelbergs Talammann Alex Höchli. (Bild: Beat Christen, Engelberg, 23. November 2018)

Empfang der Seilzieher Engelberg am Freitag, 23.11.18 nach den Weltmeisterschaften in Kapstadt, wo sie Gold holten. Hinten Engelbergs Talammann Alex Höchli. (Bild: Beat Christen, Engelberg, 23. November 2018)

«‹Schon wieder›, ist man geneigt zu sagen. Schon wieder dürfen wir mit Goldmedaillen überhäufte Sportler in Engelberg empfangen.» Talammann Alex Höchli machte diese Feststellung am Freitagabend im Saal vom Hotel Bellevue mit sichtlich geschwellter Brust. Seit Jahren gehören Engelbergs Seilzieher zu den weltbesten Teams. Und dies haben sie nun wieder an den Weltmeisterschaften in Kapstadt deutlich unter Beweis gestellt: Weltmeistertitel in der 640 Kilogramm-Gewichtsklasse und nicht weniger als fünf Athleten aus dem Klosterdorf standen in der Kategorie 680 Kilogramm-Klasse im Einsatz, welche ebenfalls den Weltmeistertitel für die Schweiz sicherte. Weitere Goldmedaillen feierten die Teams der U19- und U23-Nationalmannschaft in der ein, respektive zwei Engelberger Athleten zum Team gehörten. «Es erfüllt uns mit grossem Stolz», so der Talammann, dass wir eine Mannschaft von starken Mannen haben, die dank grossem Fleiss, Trainingsdisziplin und wettkämpferischem Einsatz an der Weltspitze ihren geliebten Sport ausüben können.»

Keine Solo-Darsteller, aber Mannschaftsgeist

Talammann Höchli erinnerte sich anlässlich des Empfangs der erfolgreichen Mitbürger an die Anfänge des Seilziehsports in Engelberg und an jene Momente, wo er 1980 als junger Journalist an den Weltmeisterschaften in Basel erstmals so richtig mit dem Seilziehsport in Berührung kam. Seither gehören Engelbergs Seilzieher zum Mass aller Dinge und Alex Höchli weiss auch wieso. «Ihr habt die Bodenhaftung nie verloren und überzeugt mit einem hervorragenden Mannschaftsgeist, wo jeder für und mit den andern kämpft. Bei euch gibt es keine Solo-Darsteller.»

Gemeinsam am gleichen Seil ziehen, das gelte auch für den Kanton, meinte Landammann Christoph Amstad, welcher die Grüsse des Regierungsrats nach Engelberg brachte. «Es ist enorm wichtig, dass wir in unserem Kanton am gleichen Strick ziehen und gemeinsam Lösungen finden.» Der Landammann verheimlichte nicht, dass sich der Regierungsrat langsam daran gewöhnen könnte, nach Engelberg zu reisen, um Sportlerinnen und Sportlern für hervorragende Leistungen zu gratulieren. «Machen sie weiter so. Ich hätte rein gar nichts dagegen, wenn Goldmedaillenfeiern in Engelberg zu einer festen Tradition würden.»

Wie wichtig der Erfolg der Seilzieher für das ganze Dorf ist zeigt die Tatsache, dass sich auch der Bürgerrat an diesem Empfang beteiligt hat. Und so überbrachte Bürgerpräsident Josef Infanger zusammen mit Bürgerrätin Bernadette Schleiss den Seilziehern nicht nur etwas zum «futtern», sondern auch noch einen Zustupf in die Vereinskasse.»

Hinter dem Erfolg steht harte Arbeit

Dass die Erfolge der Engelberger Seilzieher das Produkt von Training und nochmals Training ist, unterstrich in einer kurzen Talkrunde Martin Arnold. Er, der schon fünfmal Weltmeister und dreimal Europameister geworden war, gewährte den Gästen einen Einblick in die Trainingswelt der Seilzieher und verriet, dass er nach einer Woche Pause bereits wieder das Aufbautraining für die kommende Saison in Angriff genommen habe.

Dass es ohne Fleiss keinen Preis zu gewinnen gibt, weiss bereits auch Robin Hess. Der Junior ist seit zwei Jahren bei den Seilziehern und hat bereits klare Ziele vor Augen. «Die Erfolge des Eliteteams sind die beste Motivation, sich beim Training so richtig reinzuhängen», so der Youngster.

Als Dritte im Bunde der Talkrunde verriet die einzige weibliche Klubpräsidentin der Schweiz, Claudia Christen, dass zumindest «ihre» Seilzieher durchaus auch einen weichen Kern hätten. «Sind sie allerdings am Seil, dann sind sehr zielstrebig und konsequent.» Nun, die jüngsten Erfolge geben ihnen dabei recht.

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