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Bald fahren Elektro-Kehrichtwagen in Obwalden

Zwei Meilensteine im Bereich Entsorgung: Ab 1. Januar 2020 wird der Kehricht im Kanton mit zwei Elektro-Fahrzeugen gesammelt. Und der Umbau der ARA Sarneraatal ist abgeschlossen.
Robert Hess
Zwei elektrisch betriebene Kehrichtwagen – im Bild der gleiche Typ im Einsatz in der Stadt Thun – werden ab dem kommenden Jahr in Obwalden den Abfall einsammeln. (Bild: PD)

Zwei elektrisch betriebene Kehrichtwagen – im Bild der gleiche Typ im Einsatz in der Stadt Thun – werden ab dem kommenden Jahr in Obwalden den Abfall einsammeln. (Bild: PD)

Mit Genugtuung konnten Präsident Cornel Waldvogel und Geschäftsführer Sepp Amgarten den Delegierten des Entsorgungszweckverbandes Obwalden im Jahresbericht 2018/19 bekannt geben, dass die Hürden für eine künftig «leisere und sauberere» Kehrichtabfuhr überwunden seien.

Eigentlich wäre der Start zur Elektro-Kehrichtabfuhr bereits im Herbst 2018 geplant gewesen. Dazu hatten die Delegierten im Dezember 2017 einen Kredit von 1,8 Millionen Franken für die Anschaffung von zwei Elektro-Kehrichtsammelfahrzeugen bewilligt (wir berichteten).

Rechtsstreit endete erst vor Verwaltungsgericht

Auf die öffentliche Ausschreibung für die beiden Fahrzeuge gingen mehrere Angebote ein, von denen zwei ausgeschlossen wurden, «da diese Eignungskriterien nicht erfüllten», wie Geschäftsführer Sepp Amgarten an der ordentlichen Delegiertenversammlung vom Donnerstag auf Turren in Lungern erklärte. Es entwickelte sich ein Rechtsstreit, in welchem das Verwaltungsgericht Obwalden gegen die Verbands-Geschäftsleitung entschied. Schliesslich entschloss der Verbandsvorstand, auf eine erneute Ausschreibung für die Beschaffung von zwei Fahrzeugen zu verzichten und stattdessen die Kehrichtsammlung auszuschreiben mit Hauptgewicht «auf die ökologisch beste Variante». Diese Anbieter waren nicht dem Submissionsgesetz unterstellt und dies erleichterte das Verfahren.

Die Firma Zimmermann, Umweltlogistik AG, Alpnach, machte unter fünf Offerten das Rennen. Damit steht der Kehrichtsammlung mit «zwei sehr leistungsfähigen Elektro-Fahrzeugen ab 1. Januar 2020 nichts mehr im Wege», sagte Geschäftsführer Amgarten. Zur Freude auch von Präsident Cornel Waldvogel: «Ich bin froh, dass wir den Weg für diese gute Sache doch noch gefunden haben.»

Ein zweiter Meilenstein ist für den Entsorgungszweckverband der Abschluss der Arbeiten an der Abwasserreinigungsanlage Sarneraatal. Seit dem Baubeginn im Mai 2016 ist die Anlage auf den neuesten technischen Stand gebracht worden. Vor rund einem Jahr sind die neuen Anlagen sukzessive in Betrieb genommen worden, heisst es im Jahresbericht, im August 2018 wurde die «alte ARA» komplett ausser Betrieb gesetzt. In den folgenden Monaten wurden die Anlageteile aufeinander abgestimmt und in diesen Wochen wird auch die Umgebung fertigerstellt. Für den 21. September ist für die Bevölkerung ein Tag der offenen Tür geplant.

Die Kehrichtgebühren wurden angepasst

Erfreulich ist auch die finanzielle Seite des Ausbaus. «Die Delegiertenversammlung hatte ein Kostendach von 40 Millionen Franken bewilligt», erklärte Amgarten, «der Voranschlag lautete auf 37,5 Millionen Franken und wir werden in der Abrechnung darunter liegen», freute er sich. Die Delegierten genehmigten alle vorgelegten Traktanden, darunter auch die Jahresrechnung, diskussionslos und einstimmig. Genehmigt wurde eine Anpassung der Kehricht- und Sperrgutentsorgungsgebühren. Im Bereich Abfall wurde ein Mehrertrag erzielt. Das Geschäftsfeld Abwasser wies dagegen eine ausgeglichene Rechnung auf.

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