BANNALP: Regierungsrat beschwichtigt Ängste

Alois Bissig macht sich für das neue Jagdbanngebiet stark. Dies trotz lautstarken Kommentaren der betroffenen Bergbahnen.

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Der Nidwaldner Regierungsrat Alois Bissig. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Der Nidwaldner Regierungsrat Alois Bissig. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

«Das Skitourenfahren, Wandern, Klettern und die Gastrobetriebe würden dem Gast auf Bannalp weiterhin offen stehen», ist der Nidwaldner Regierungsrat Alois Bissig überzeugt. Die Verschiebung eines Teiles des Jagdbanngebietes Huetstock in das 1042 Hektaren umfassende Gebiet Schwarzwald-Walenstöcke-Bannalp – wie es die Obwaldner und Nidwaldner Regierungen vorschlagen – sei die überzeugendste Variante. Die Ängste der Bannalp-Bahnen vor restriktiven Vorschriften und damit vor dem Ausbleiben der Hauptklientel sei weit gehend unbegründet, sagt er in unserem Interview. Vor kurzem hatte Hubert Annen, Verwaltungsratspräsident der Bannalp-Bahnen, zum Widerstand gegen die Pläne der Regierung aufgerufen: «Mit der Petition erhoffen wir uns einen öffentlichen Druck auf die Regierungen zu erzeugen – und sie von ihren Plänen abzubringen.»

Bahnprojekt 2014 möglich

«Erste Signale sind da, dass das vorgeschlagene Projekt Chancen haben könnte und die Bedingungen des Bundesamtes für Umwelt erfüllt», sagt Bissig weiter. Die Kantone stellen lediglich einen Antrag. Letztlich ist es der Bundesrat, der entscheiden wird. Und das frühstens Ende Jahr. Der Gebietsabtausch würde nämlich die Pläne der Titlis-Bahnen begünstigen, im heutigen Jagdbanngebiet Trübsee ihre Gondelbahn-Engelberg-Stand zu erneuern respektive auszubauen. Die Jagdbannverordnung steht heute einem solchen Vorhaben im Weg. «Die Möglichkeit für einen Bahnbau im Gebiet Trübsee wäre so auf Anfang 2014 gegeben», schätzt Bissig.

Sollte Trübsee im Jagdbanngebiet verbleiben, so gingen in Engelberg «Hunderte von Arbeitsplätzen» verloren, warnten die Titlis-Bahnen vorgestern.