Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Bau für Unterhaltsstützpunkt in Kägiswil hat begonnen

Die Zentralbahn baut einen neuen Unterhaltsstützpunkts in Kägiswil. Die neue Gebäude bringt Vorteile für die Anwohner der heutigen Standorte. Das Gebäude wird Ende Jahr eröffnet.
Matthias Piazza
Freuen sich über den Baustart (von links): Zentralbahn-Geschäftsführer Michael Schürch, Regierungsrat Josef Hess und der Sarner Gemeindepräsident Jürg Berlinger. (Bild: Matthias Piazza, Kägiswil, 18. März 2019)

Freuen sich über den Baustart (von links): Zentralbahn-Geschäftsführer Michael Schürch, Regierungsrat Josef Hess und der Sarner Gemeindepräsident Jürg Berlinger. (Bild: Matthias Piazza, Kägiswil, 18. März 2019)

Die zwei asbestbelasteten Militärbaracken sind abgerissen. Das Terrain ist geräumt. Gestern wurde mit dem Spatenstich der Start der Bauarbeiten für den neuen Unterhaltsstützpunkt offiziell eingeläutet. Von hier rücken die Zentralbahn-Mitarbeiter ab nächstem Jahr aus, um die Gleise zu warten, aber auch für die Böschungspflege oder den Kleinunterhalt an Bahnhöfen.

Gut 6,5 Millionen Franken investiert die Zentralbahn in ihren neuen Gleis-Unterhaltsstützpunkt für die Linie von Luzern nach Engelberg sowie bis nach Giswil. Das 56 Meter lange, 16 Meter breite und 7 Meter hohe Gebäude, das von Schienenfahrzeugen befahren werden kann, ersetzt die drei teils in die Jahre gekommenen Standorte Sarnen, Hergiswil und Stansstad. «Wir sind überzeugt, dass wir mit dem neuen Unterhaltsstützpunkt die Abläufe verbessern können», sagte dazu Zentralbahn-Geschäftsführer Michael Schürch. Auch würden dank des zentralen Standortes die Interventionszeiten bei einem Störungsfall verringert.

Weniger Gerüttel dank besserem Unterhalt

«Heute ist zwar kein spektakulärer Nutzen für die Fahrgäste zu feiern, wie etwa damals bei der Eröffnung der neuen Station Sarnen Nord oder der vielen modernisierten Bahnhöfe», sagte der Obwaldner Baudirektor Sepp Hess. «Gerade heute ist eigentlich ein bisschen das Gegenteil der Fall. Einige Zugreisende, die sich nicht so gut informiert haben, haben sich ob ausfallenden Zügen oder längeren Reisezeiten zwischen Alpnachstad und Luzern gewundert und die Augen gerieben», meinte er in Anspielung auf die Streckensperrung wegen Bauarbeiten, die gestern startete und bis am 14. April dauert.

Der Kanton Obwalden habe aber trotzdem Grund zur Freude. «Wir sind froh und glücklich, dass hier ein Unterhaltsstützpunkt geschaffen wird, denn die Zentralbahn mit über 10 Millionen Fahrgästen jährlich muss über eine professionelle Unterhaltsinfrastruktur verfügen.» Davon würden die Fahrgäste profitieren, wenn es zum Beispiel dank sanierter Strecken weniger rüttelt.

Mit Kägiswil habe man einen idealen Standort dafür gefunden, der ausserhalb von Siedlungen liege, damit Anwohner nicht mit Lärm belästigt würden. Dies sei insbesondere wichtig, da viele Arbeiten an den Gleisanlagen nachts ausgeführt würden.

«Wir bewegen uns viel, 37 Kilometer jeden Tag, etwa 5 davon im Zug und 25 im Auto. Wenn wir wissen, dass etwa ein Drittel unseres CO2-Ausstosses von Treibstoffen herrührt und die Atmosphäre und unser Klima belastet, darf es, ja muss es in Zukunft noch mehr Zug und weniger Auto sein», lautete der Appell von Regierungsrat Josef Hess.

Auch der Sarner Gemeindepräsident Jürg Berlinger unterstrich die Bedeutung des Unterhalts und damit dieses Stützpunktes. Dass dieser offiziell mit Unterhaltsstützpunkt Kerns-Kägiswil benannt sei, freue ihn besonders, sei dies doch der Name des ehemaligen Bahnhofs. Dieser wurde übrigens 1989 mangels ausreichender Frequenzen stillgelegt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.